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Indianer-Holocaust


Mehr als 15 Millionen Indianer starben auf dem Festland in 40 Jahren



Unzählige Menschen wurden bei der Eroberung Amerikas wegen ihres Goldes umgebracht. Dieses Gold ist heute noch Teil der römisch-katholischen Kirche.

Das überwiegende Festland - zehn Mal größer als Spanien, darunter auch Aragon und Portugal, welches mehr Land als der Abstand zwischen Sevilla und Jerusalem, wurde von den Spanier mit ihren grausamen und abscheulichen Taten, zerstört und fast entvölkert.

Es wird geschätzt, dass in den vierzig Jahren, die seit der Entdeckung vergangen sind, mit den höllischen Maßnahmen der Christen, mehr als 12 Millionen Männer, Frauen und Kinder zu Unrecht getötet wurden . In Wahrheit waren es wohl (ohne sich täuschen zu lassen) mehr als 15 Millionen Indios.
Quelle: Zerstörung der Indies, S. 30-31

 


Die Spanier haben Babys von ihres Müttern Brüste gerissen, sie an den Füßen gegriffen und ihren Kopf gegen einen Felsen geschleudert.

Die Mütter haben sie aufgehängt, niedrig genug, damit die Zehen noch den Boden berühren konnten, so dass sie fast erstickten. Dreizehn Einwohner wurden zu einem Zeitpunkt ausgewählt, zu Ehren von Christus, dessen Heiland und den zwölf Aposteln. Dann wurden sie in Stroh verpackt und mit ihrem zerrissenen Körper, lebendig verbrannt.

Wenn die Spanier genug Gold von den Indianern hatten, schlossen sie so viele Indios wie möglich in 3 großer Häuser ein und brannten die Häuser dann ab, wobei die Indios bei lebendigem Leibe verbrannten.

Nur weil es sie zu freuen schien, schnitten sie den Idios (egal ob Frauen oder Männern) Nasen, Ohren und/oder Hände ab.

12. 10. 1492
landet Kolumbus auf den Bahamas - die Expedition meint, man sei in Japan oder China gelandet.

13.10.1492
Die Schiffe von Kolumbus finden in den gefährlichen Korallen eine Lücke und können auf der Insel Guanahani landen. Die Eingeborenen Tahino-Indios sind freundlich, einfach, friedlich, ohne Waffen. Kolumbus nennt sie "Indianer", weil er meint, in Indien zu sein. Kolumbus' Besatzung tauscht rote Mützen und Glasperlen gegen andere, den Taino wertvolle Gegenstände ein. Die Insel nennt Kolumbus "San Salvador" ("Der Erlöser"). Die Beteiligten - v.a. Kolumbus - hoffen auf einen ansehnlichen Goldraub oder Goldgeschenke und Gewürzprofite, und Kolumbus auf 10 % der Einnahmen aus den neuen Kolonien. Kolumbus ist scheinbar nie bereit, die originalen Indio-Namen der Inseln in seine Karten aufzunehmen. Er beginnt bereits mit der kulturellen Hispanisierung.

Doppelspiel von Kolumbus:
Ureinwohner waren zur Sklaverei vorprogrammiert. Kolumbus weist seine Seeleute an, "gewaltlos und liebevoll" mit den Eingeborenen zu sein. Gleichzeitig kündigt er aber dem König Ferdinand von Spanien an, dass die "Indianer" leicht zu unterwerfen seien und sie zur Sklaverei bestimmt sind. Er meint: "Drei unserer Männer genügen, tausend von ihnen zu beherrschen." 
Kolumbus vertritt somit ganz klar die Linie eines NS-Systems, das über alle Indios ausgebreitet werden soll. Er meint ja, er sei in Japan. Er träumt also davon, ganz Japan, China und Indien zu unterwerfen.

Am 15.10.1492 verteilt Kolumbus Namen für die Inseln.
Die Schiffe von Kolumbus durchkreuzen die "Bahamas" auf der Suche nach Japan und China. Sie passieren und benennen neue Inseln: "Santa Maria de la Concepcion" (heute Rum Cay), "Fernandina" (heute: Long Island) und "Isabella" (heute: Crooked Island).

(Huby, S.54)

Am 28. 10. 1492 landet er auf Kuba. Kolumbus schickt eine Expeditionsgruppe ins Landesinnere. Statt mit Gold oder Gewürzen kehrt die Gruppe mit Tabak zurück.

6.12.1492
Kolumbus erreicht die Nachbarinsel, die er "Hispañola" nennt, und berichtet über ein "Paradies". Bisher ist Kolumbus nur auf kleine goldene Schmuckstücke gestossen. Auf "Hispañola" wird ihm zum ersten Mal von einer Goldmine im Landesinnern erzählt.

Kolumbus notiert in seinem Bordbuch an das spanische Königshaus:
"Die Inseln die ich sah waren überaus schön, grün belaubt und fruchtbar... Ich sage euch - die ganze Christenheit wird Geschäfte machen können. Von hier aus könnte man im Namen der heiligen Dreifaltigkeit ebenso viele Sklaven zum Versand bringen wie Brasilholz."

Den Hauptzweck seiner Expedition hat Kolumbus verfehlt. Statt der "Reichtümer Asiens" wie Gold und Gewürze hat er nur freundliche, nackte Eingeborene und ein paar goldene Schmuckstücke aus Haiti vorzuweisen. Kolumbus muss die Sklaverei deswegen so betonen, weil er kaum Gold vorweisen kann. Schon durch das Fehlen eines grossen Raubschatzes gefährdet er bei der spanischen Krone sein Leben und könnte beim spanischen König in Ungnade fallen. Manche Seefahrer, die ohne Raubgut zurückgekommen sind, wurden vom gnadenlosen europäischen Adel bestraft, ja, sogar geköpft.

Im Frühling 1493 beginnen die zurückgebliebenen Matrosen der Kolumbus-Expedition auf Hispañola die eingeborenen Taino-Indios zu unterdrücken und zu berauben. Gleichzeitig leisten sich die Spanier von Navidad ein Luxusleben. Die Taino-Indio organisieren sich und wagen einen Überfall auf die spanische Festung "Navidad" / "Weihnachten" mit Tötung aller Weissen und mit der Verwüstung des Forts unter Häuptling Caonábo.

Spanien bereitet nun eine grosse zweite Kolumbus-Expedition vor. In 5 Monaten werden 17 Schiffe gebaut und ausgerüstet, plus eine Besatzung von über 1200 Mann zusammengestellt.

4.5.1493 
"Aufteilung" der Welt durch Papst Alexander VI.

Um die "Zuständigkeiten" zwischen Spanien und Portugal abzuklären, wird der Papst um Lösung angerufen. Der Papst definiert durch eine "Bulle" eine erste Längengradlinie von 39,5°. Die spanische Krone soll westlich, die portugiesische Krone östliche der Linie die "christliche z.T. tödliche Autorität" ausüben und nach "Indien" fahren dürfen.

"Kraft unserer apostolischen Gewalt und der Autorität des Allmächtigen Gottes, die uns über den heiligen Petrus zugekommen ist, sowie als Vikar Jesu Christi, schenken, gewähren und teilen wir zu Euch und Euren Erben und Nachfolgern, den Königen von Kastilien und Leon, auf immer alle entdeckten und zu entdeckenden Inseln und Länder in Richtung nach Westen und Süden, wobei eine Linie vom Nordpol zum Südpol zu ziehen ist, welche von den Azoren und Kapverdischen Inseln hundert Meilen nach Westen und Süden verläuft, so dass alle entdeckten Inseln und Länder jenseits der Linie Euch gehören, und wir setzen Euch, Eure Erben und Nachkommen als deren Herren mit voller, freier und allseitiger Gewalt, Autorität und Jurisdiktion ein." 

Das war ein klarer Missionsauftrag und ein Verbot an alle anderen Fürsten, dort einzudringen. Das heisst: Andersgläubige wie die Muslime haben z.B. strengstes Verbot, nach "Westindien" zu reisen.

Am 25.9.1493 startet die zweite Kolumbus-Expedition in Richtung "Westindien", mit einem etwas südlicheren Kurs. Kolumbus meint, dass er die Siedlung "Navidad" / "Weihnachten" wohlbehalten und vielleicht mit Goldfunden vorfindet. Die Expedition umfasst 14 Karavellen, drei Naos und 1200-1500 Mann, voll ausgerüstet, um neue Siedlungen zu errichten.

Ende 1493
Kolumbus "entdeckt" 20 "karibische" Inseln. Die Expedition entdeckt u.a. "Maria-Galante", "Guadeloupe", "Martinique". Nur Gold findet Kolumbus keines. Die Inseln werden auf "Antillen" getauft. Es kommt den Kolonialisten scheinbar nicht ein einziges Mal in den Sinn, die Indios nach den originalen Inselnamen zu fragen. Die Namen bleiben nach dem Indianer-Holocaust mit der Vernichtung der Indios für immer verloren.

Die Kannibalen-Verleumdung von Kolumbus


Kolumbus benennt die Bewohner der "karibischen" Inseln "Kariben", da sie angeblich Kannibalen gewesen seien. In Wirklichkeit handelt es sich meist um Rufmord. Den Indios werden barbarische Kulte angedichtet, um deren "Zivilisierung" rechtzufertigen. Die "Kariben" waren hauptsächlich Jäger und Seefahrer, und die Taino friedliche Ackerbauern.
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Ende 1493 muss Kolumbus entdecken, dass das Fort Navidad / Weihnachten verwüstet ist und alle Weissen getötet worden sind. Kolumbus muss einen neuen Siedlungsplatz suchen.

Kolumbus lässt am 2.1.1494 seine Expedition auf Hispañola landen, wo ihm die Gründung einer ersten "spanischen Stadt" auf "indischem Grund" günstig erscheint. Er tauft die Stadt nach dem Namen der spanischen Königin "Isabella".

Am 7.6.1494 kommt es mit Hilfe des Papstes zur "Einigung" zwischen der spanischen und der portugiesischen Seite im Vertrag von Tordesillas auf eine Zuständigkeitsgrenze auf dem 46,5 Längengrad. Beide Seiten erkennen die Grundlagen der päpstlichen Bullen an und die Demarkationslinie wird von 38 Grad auf 46,5 Grad westlicher Länge verlegt. Zweck und Inhalt des Vertrages werden absolut schönfärberisch wiedergegeben und die kolonialistische Sklavenwirtschaft und Raubpolitik als "Gemeinschaft" dargestellt.

Zitat:

"An diesem Ort unterschrieben am 7.Juni 1494 Diplomaten - Kastilier und Portugiesen - unterstützt von Kartographen beider Länder, ein Abkommen, das auf päpstlicher Erlaubnis basierend, die Welt in zwei Zonen teilt, die Ziel der Entdeckung und Evangelisation sein sollten. Aus diesem Abkommen entstanden die Länder, die heute die hispanisch-lusitanische Gemeinschaft in "Amerika", Asien und Afrika bilden."
(M.Payer: Chronik zur Geschichte der Philippinen)

Diese "Gemeinschaft" war ein Sklaven- und Menschenvernichtungssystem zugunsten der weissen, spanischen "Herren". Der Vertrag von Tordesillas ist der juristische Anfang des 500-jährigen Weltkriegs der weissen Rasse gegen alle anderen. Der spanischen und der portugiesischen Regierung und dem Vatikan wäre zu wünschen, das Geschichtsbild endlich zu korrigieren und eine entsprechend korrigierte Tafel mit Erwähnung des Holocaust an den Indios anzubringen. Oh, hat jemand etwas von Entschädigung gesagt? Gibt es Trauerfeiern für die ausgerotteten Indios?

1494 wird auch die spanische "Kolonialordnung", welches ein vorläufiges theoretisches Sklavereiverbot beinhaltet. Die Indios flüchten nach Kuba.
Für die spanischen Länder setzt der Staat gegen die Eigenmächtigkeiten der Konquistadoren eine von Spanien abhängige Kolonialordnung durch.
(DTV-Atlas I., S.225)
Der spanische Hof verbietet bis auf weiteres die Versklavung der Bevölkerung von "Westindien".... jedenfalls auf dem Papier...
(Reinhard II., S.59)

1494-1496
In der Folgezeit ziehen die Taino ins das Gefecht gegen die weissen Besetzer. Die Kazikin der Taino Anacaona wird von den Spaniern bei den Friedensverhandlungen ermordet. Ihrem Nachfolger Hatuey gelingt es am Ende 1496, die Taino über die Meerenge nach Kuba flüchten zu lassen
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Anfang 1495 Hispañola: Erste Goldfunde 
Kolumbus schickt wieder kleine Expeditionstrupps ins Hinterland, dieses Mal unter Führung von Alonso de Hojedas. Resultat war der Fund von Goldstaub und Goldklumpen. Das Gold wird mühsam aus den Flüssen des heutigen Haiti gewaschen. Trotzdem schreibt Kolumbus enthusiastisch an König Ferdinand, er hoffe, ihm bald "so viel Gold schicken zu können, wie es Eisen in den Bergwerken der Biscaya gibt."
Bemerkung: Wenn Kolumbus ohne grosse Beute nach Spanien kommt, droht ihm vom spanischen König die Bestrafung, zumindest aber die Aberkennung des Titels "Admiral".

Am 2.2.1495 tritt ein Teil der Kolumbus-Expedition von 12 Schiffen die Rückreise an. Kolumbus bleibt in der "Karibik". Mit an Bord ist die Ladung für den König, um die Kosten für die Expedition zu finanzieren: Darunter befinden sich Gold im Wert von 30.000 Dukaten, Zimt, minderwertiger Pfeffer, 60 Papageien und 26 Indios, davon drei angebliche "Kannibalen".

Schon bei seiner zweiten Fahrt verschleppt Kolumbus "Indianer".

Im Mai 1495 schickt Kolumbus ein erstes Schiff mit 400 aufständischen Indios aus Hispañola nach Spanien, damit der Kaiser seinen Profit an ihnen habe. Kolumbus selbst bleibt auf Hispañola zur weiteren "Forschung". Auf der Überfahrt des Sklavenschiffes sterben von den Indio-Häftlingen etwa 50 %. Nach der Ankunft des Sklavenschiffes in Spanien verkauft der Kapitän Bischof Fonseca, Helfer von Kolumbus in Finanzfragen und Mitorganisator der zweiten Expedition, die Indios zur "Förderung" der andalusischen Wirtschaft. Selbst Bischof Fonseca kauft einen Teil der Sklaven.
(Reinhard II., S.43)

Wer war dieser Bischof Fonseca?

Zitat:
Juan Rodríguez de Fonseca (* 1451 in Toro; † 4. März 1524 in Burgos) war ein spanischer Staatsmann und Bischof.Fonseca war Kaplan der Königin Isabella I. von Kastilien und wurde 1494 zum Bischof von Badajoz ernannt. Später erhielt er die Diözesen von Córdoba (1499) und Palencia (1505). 1514 wurde er auf den angesehenen Bischofssitz von Burgos versetzt, wo er später auch starb.

Fonseca widmete seine größte Aufmerksamkeit jedoch den Staatsangelegenheiten. Er reiste in wichtigen diplomatischen Missionen für die reyes católicos (Katholische Könige). Von 1493 bis kurz vor seinem Tod beauftragte er sämtliche Angelegenheiten, die die Entdeckung, Eroberung und Besiedlung der Neuen Welt betrafen. Er organisierte die Consejo de Indias und die Casa de Contratación und stand mit den meisten spanischen Seefahrern und Konquistadoren des frühen 16. Jahrhunderts in Verbindung.


http://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Rodriguez_de_Fonseca


Die Sklavensendungen von Kolumbus werden von der spanischen Krone missbilligt und zum Teil sogar wieder zurückgesandt, die Sklaverei an sich wird aber nicht verurteilt.
(Reinhard II., S.48)

Sommer 1495 / Hispañola: 
Soldatenbanden und Gruppen unzufriedener, weisser Kolonisten durchstreifen das Land und verbreiten Schrecken unter den restlichen Eingeborenen. Die Stämme schlagen zurück und töten Weisse. Statt seine meuternden Truppen zu bestrafen, die gegen die Eingeborenen vorgegangen sind, lässt Grossadmiral Kolumbus eine Strafexpedition nach der anderen gegen die Ureinwohner auf "Hispañola" durchführen.
(Huby, S.56)

1496 ergreift die spanische Regierung Planungen. Spaniens Königshof plant Siedlungskolonien, um die Herrschaft und Gewinnmaximierung zu garantieren. Die neuen "Entdecker" müssen das Land zuerst einmal genau vermessen. Die Ausgaben der Krone von 104.000 Gulden für die Station auf Hispañola sind nicht verantwortbar bei "Einnahmen" von Gold im Wert von nur 30.000 Dukaten. Die Krone von Kastilien macht weitere Anreize für private Initiative und privates Kapital unter der Führung der Krone. Es kommt zu Plänen einer längerfristigen Gewinnmaximierung mit Landbesetzungen als Mittel zum Profit. Aus einem wirtschaftlichen wird ein politischer Vorgang mit planmässiger Unterwerfung aller eingeborenen Völker. Die Unterwerfung der Bevölkerung des eigentlichen Indien selbst findet erst ab 1800 statt.

1497 Nord-"Amerika":
Der Florentiner Giovanni Caboto landet auf dem nordamerikanischen Kontinent Cabot erreicht Neufundland und entdeckt reiche Fischgründe. Auch er meint, in China zu sein...
Quelle: DTV-Atlas I., S.225

Am 30.5.1498 startet die dritte Expedition unter Admiral Kolumbus nach "Westindien". Kolumbus kann mit acht Schiffen auslaufen. Seine Route verläuft südlicher als bei den ersten beiden Reisen in der Hoffnung, doch noch auf Japan oder China zu treffen. Die Kolumbus-Expedition "entdeckt" am 31.7.1498 die heutige nsel Trinidad und danach zum ersten Mal kontinentales Festland. Es muss ein Kontinent sein wegen der Weite des Orinoco-Deltas.

Die Kolonisatoren sind zum Teil bis heute nicht bereit, von diesen naturverbundenen Menschen etwas dazuzulernen. Da die Indios in unwegsamem Gelände auf dem Wasser leben, wo es für die "christlichen" Kolonisatoren nichts "zu holen" gab, wurden sie vom Amerikanischen Holocaust zum Teil verschont. Heute tragen die Indios in Venezuela auch Kleider, hauptsächlich aus rechtlichen Gründen, weil sie sonst von den rassistischen, "christlichen" Weissen nicht als "Menschen" angesehen werden.

1499 Spanien
Die Krone eröffnet die neuen Länder generell für die kastilische Privatinitiative und ernennt Seefahrer zu Inhabern der Gewalt auf Lebenszeit für besetzte Gebiete (Titel: capitán general/adelanto) mit genauen Vorschriften für das Vorgehen. Hier nach müssen 20 % der Beute der Krone abgegeben werden und wenn die Krone an der Expedition finanziell beteiligt ist, muss von der Beute 50 % an die Krone abgegeben werden. Das ist auch juristische Grundlage der Enteignung aller Indio-Völker in ganz Amerika. Spanische Seefahrer, die soziologisch völlig ungebildete Leute waren, hatten in "Amerika" die Macht. Der Besitz von Karten garantiert die Macht und den Reichtum.

Reiseberichte neuer Expeditionen sind für die rassistisch-christlichen Adelshäuser in Europa sensationell, vor allem, wenn von neuen Perlen- und Goldfunden berichtet wird.

Peralonso Nino entdeckt 1499 die endlosen Perlenfischgründe dicht hinter der Insel "Margarita" (heute vor Venezuela).

1500 Portugal 
König Manuel I. kreiert sich einen neuen Titel: "König von Portugal und der Algarve, Herr von Guinea und der Eroberung, der Schifffahrt und des Handels von Äthiopien, Arabien, Persien und Indien". Das Ziel gegen die muslimisch-arabischen Handelsrouten ist somit abgesteckt. Manuel I. unterstützt somit eine neue Episode des Weltkriegs gegen den Islam, ohne die Lebensumstände auf islamisch regierten Territorien zu untersuchen. Komischerweise erwähnen die "westlichen" Medien immer nur "arabische Extremisten", aber nie "christliche Extremisten"!
Quelle: Reinhard I., S.52

Nebenbei bricht die "2.Indienflotte" Portugals 1500 unter Kommando von Pedro Álvares Cabral mit 13 Schiffen und 1200 bis 1500 Mann Besatzung nach Indien auf. Mit dabei ist der Kap-Entdecker Bartholomeo Diaz. Nur wegen eines Navigationsfehlers entdeckt die Flotte am 22.April 1500 (oder 22.8.1500?) zufällig das heutige Brasilien. Es wird neue Zwischenstation und als "Land des wahren Kreuzes" bezeichnet, "Ilha da Vera Cruz", der Ort zwischen Rio und Bahia. Die Expedition kommt dann in heftige Stürme, in denen vier Schiffe untergehen. Diaz ist unter den Toten. König Manuel von Portugal beansprucht das neu entdeckte Land, weil es in seiner Interessensphäre liege und er beginnt, eigene Expeditionen nach Süd-"Amerika" zu entsenden.
Quelle: Reinhard II., S.44

Im September-Dezember 1500 wird ein Massaker in Calicut von christlicher Seite her gegen den Radja Samoré und den Muslimen provoziert.
Der Radja Samoré erlaubt den Portugiesen die Errichtung einer Faktorei. Cabral jedoch erhebt Anspruch auf Vorrang vor der arabischen Konkurrenz, was ihm der Samoré nicht erlaubt. Cabral hat vielleicht sogar noch ein unterschwelliges Bedürfnis nach Rache wegen der fehlenden Windinformation seiner letzten Rückfahrt. Daraufhin lässt Cabral Gewalt sprechen und kapert ein auslaufendes beladenes arabisches Schiff. Die misstrauischen Moslems stürmen daraufhin die portugiesische Faktorei und töten 50 Portugiesen, darunter auch den Leiter der Faktorei. Cabral kapert 9-10 weitere muslimische Schiffe im Hafen und lässt 500-600 Muslime massakrieren. Die Schiffe werden ausgeraubt und verbrannt. Zuletzt lässt Cabral Calicut mit seiner Schiffsartillerie beschiessen und verlässt mit seinen Schiffen die Stadt.
Quelle: Reinhard I., S.54

Zwischen 1500-1520 wird aus der portugiesische "Kolonie" Guinea in Afrika jährlich mindestens 700kg Gold nach Portugal geliefert. Spanien kommt in absoluten Zugzwang.

Spanien beschliesst im selben Jahr 1500 ein endgültiges juristisches Verbot der willkürlichen Sklaverei [nur für Spanien selbst?], denn die Könige brauchen Untertanen, um in den neuen Ländern zu herrschen. Gefangene aus einem "gerechten" Krieg [!] sollen aber nach wie vor nach europäischem Kriegsrecht versklavt werden dürfen.

Portugal lässt 1501-1502 nun die spanischen Expeditionen in Süd-"Amerika" konkurrenzieren, weil ein Zipfel von Brasilien gemäss Papstbeschluss portugiesisch besetzt werden kann. Unter Leitung von Gonçalo Coelho wird eine erste portugiesische Expedition nach "Portugiesisch Westindien" geschickt, mit dem Florentiner Amerigo Vespucci, der "Filialleiter" der Medici in Sevilla. Die Expedition kartographiert die Ostküste Süd-"Amerikas".





Die Höllenhunde


  

Gepanzerte spanische Höllen-Hunde wurden auf nackte schutzlose Indianer losgelassen.




Zur Steigerung ihres Appetits für menschliches Fleisch wurden die Höllen-Hunde in der Neuen Welt
mit zerhackten Körperteilen von Indianern und auch mit einheimischen Babys ständig gefüttert.



Auf einem offenen Markt in Guatemala sind Fleischstücke von Indianern zum Verkauf als
Lebensmittel für spanische Hunde erhältlich - eine vertraute Szene in der gesamten Karibik.

 

Es ist deshalb kein Wunder und auch nicht zu verurteilen, wenn der Präsident Venezuelas keine schönen Worte für die Feierlichkeiten zu Ehren Kolumbus vor 500 Jahren, hatte, die da lauteten: "....schlimmer als Hitler...."






Der Beginn der planmässigen Zerstörung des Lebens der Indios



Zwischen 1494 und 1508 kommen mehr als 3 Millionen Bewohner der karibischen Inseln ums Leben.
Dies ist nahezu die gesamte Bevölkerung.


1501 wird Nicolás de Ovando neuer "Gouverneur und höchster Richter der Inseln und Festländer Indiens". Mit einer prächtigen Flotte reist der neue "Herr Indiens" ab. Mit ihm beginnt der "Amerikanische Holocaust" auf "Hispañola" in grossem Stil , dem heutigen Santo Domingo / Haiti.

Wer war Nicolás de Ovando?





Nicolás war spanischer Soldat und Ritter des Alcántaraordens. Von 1502 bis 1509 war er Gouverneur der Insel Hispaniola. Unter seiner Ägide begann die systematische Erschließung der spanischen Kolonien in Westindien. Er setzte das Encomiendasystem durch, befriedete die Insel, gründete zahlreiche Städte, führte den Sklavenhandel ein. Nicolás de Ovando entstammte einer wohlhabenden adeligen Familie und wuchs in einem streng religiösen Umfeld in der Region Cáceres auf. Im Kastilischen Erbfolgekrieg getreuer Gefolgsmann von Königin Isabella I., trat Ovando dem Alcántaraorden bei, einem Orden, der etwa so mächtig und einflussreich war wie seinerzeit der Templerorden. Hier nahm er viele wichtige Aufgaben war, sodass der Orden ihm im Jahre 1478 die Komturei Lares übertrug und damit eine seiner höchsten Auszeichnungen verlieh, den Titel eines Encomendor de Lares. Als im Jahre 1492 der Orden endgültig an die Krone überging und Ferdinand II. zum Großmeister auf Lebenszeit ernannt wurde, wurde Ovando u.a. mit der Reform des Ordens, später auch mit dem Wiederaufbau der Stadt Alcántara beauftragt, die im Kastilischen Erbfolgekrieg teilweise zerstört worden war. Aufgrund seiner engen Zusammenarbeit mit den Katholischen Königen wurde Nicolás de Ovando am 3. September 1501 zum Statthalter der spanischen Kolonien in Westindien ernannt (Gobernador de las Islas y Tierra Firme).

Auf seinen rund dreißig Schiffen wurden ca. 2.500 Kolonisten transportiert, die handverlesen waren, um einen repräsentativen Querschnitt der spanischen Gesellschaft darzustellen. Unter ihnen befanden sich u.a. auch der Dominikanermönch und spätere Chronist Bartolomé de las Casas, der Entdecker Floridas, Juan Ponce de Leon, und der spätere Eroberer Perus, Francisco Pizarro.

Die Indios, die noch unter dem Vizekönigtum von Kolumbus recht willkürlich zur Zwangsarbeit gepresst wurden, entzogen sich zunehmend, indem sie in die Berge flüchteten und sich dort versteckten. Um diesen und andere Missstände zu beheben, wandten sich die Kolonisten an die Königin Isabella I. Diese unterzeichnete am 20. Dezember 1503 einen königlichen Erlass, der es den Kolonisten gestattete, eine bestimmte Anzahl der ihnen zugewiesenen Indios zu Arbeitsdienstleistungen – und wenn sie diese nicht leisten konnten, zu Tributleistungen – heranzuziehen. Im Gegenzug mussten sich die Siedler verpflichten, die Indios zu schützen und sie im christlichen Glauben zu unterweisen.

Die Indios, den spanischen Neuankömmlingen anfänglich noch freundlich gesinnt, hatten sich nach den unzähligen Übergriffen und Misshandlungen durch letztere zusammengeschlossen, um entschiedenen Widerstand zu leisten. Der neue Statthalter ging mit großer Unnachgiebigkeit und Brutalität gegen die Aufständischen vor: Wie der Dominikanermönch Bartolomé de las Casas in seinem Kurz gefassten Bericht von den Verwüstungen der westindischen Länder schildert, ließ er bei einem Anlass, bei dem sich in der Region Higüey Indios gegen die spanischen Siedler erhoben hatten, 400 Soldaten vorrücken, die Aufständischen brutal niedermetzeln und deren Siedlungen in Schutt und Asche legen. Bei anderer Gelegenheit wurden unbewaffnete Indios während eines Festes von berittenen Soldaten ohne Vorwarnung zusammengetrieben und bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Kazikin Anacaona, die bei ihren Stammesgenossen in hohem Ansehen stand, wurde öffentlich gehängt, um sie durch einen derart schmählichen Tod dauerhaft zu entehren.

Aufgrund des sich immer weiter zuspitzenden Arbeitskräftemangels – die indianischen Ureinwohner gingen massenhaft an den ihnen von den Europäern zugefügten körperlichen Misshandlungen sowie den eingeschleppten Infektionskrankheiten, vor allem den Pocken, zugrunde– gestattete Ovando zudem erstmals auch den systematischen Handel mit Sklaven. Dazu wurden Eroberungszüge auf die Nachbarinseln unternommen, die allein der Gefangennahme von Indios dienten, die dann als Sklaven weiter verkauft wurden. Erst später wurden zunehmend Sklaven aus Schwarzafrika über den Atlantik geschifft.

Abgesehen von der Kritik, die Bartolomé de las Casas an dessen Indianerpolitik übte, wurde die Amtszeit von Nicolás de Ovando von seinen Zeitgenossen doch insgesamt als positiv bewertet. Auf der Insel Hispaniola lebten schätzungsweise 3000 Kolonisten und es waren etwa 15 Ortschaften gegründet worden, die dauerhaften Bestand hatten. Erstmals war es gelungen, eine vollständige Karte der Insel zu erstellen. Zudem schrieb Ovando seine Memoiren, die allerdings nie veröffentlicht wurden.


http://de.wikipedia.org/wiki/Nicol%C3%A1s_de_Ovando




Hispaniola hatte im Jahre 1502 ca. 1 Millionen Einwohner.
40 Jahre später waren es nur noch 200.





Zitat:
Hatuey war ein Häuptling der Taino († 2. Februar 1512 in Baracoa in Kuba).
Er nahm als erster Bewohner der Neuen Welt den Widerstand gegen die weiße Kolonialherrschaft auf und wurde dafür von den spanischen Eroberern verbrannt.

Hatuey wandte die Guerilla-Taktik an und zwang die Spanier sich auf ihr Fort in Baracoa zurückzuziehen. Dennoch gelang es den Spaniern Hatuey zu fangen. Sie banden ihn an einen Pfahl und verbrannten ihn bei lebendigem Leibe.

Bartolomé de Las Casas berichtet aus erster Hand, dass vor der Hinrichtung Hatuey von einem Priester gefragt worden sein soll, ob er zum Christentum übertreten und damit in den Himmel kommen wolle. Hatuey soll darauf gefragt haben, wohin die Spanier nach ihrem Tode kämen. Als darauf der Priester meinte, die Spanier kämen in den Himmel, soll Hatuey geantwortet haben, dass er mit solch grausamen Menschen nicht zusammen sein wolle und lieber in die Hölle ginge.

Folgende Rede wird Hatuey noch zugeschrieben, bei der er den Kubanern ein Stück Gold gezeigt haben soll:

„Hier ist der Gott, den die Spanier verehren. Für diesen kämpfen sie und morden. Für diesen Gott verfolgen sie uns und werfen uns ins Meer … Diese Tyrannen sagen uns, dass sie einen Gott des Friedens und der Gleichheit anbeten und sie nehmen uns unser Land und machen uns zu Sklaven. Sie sprechen zu uns von einer unsterblichen Seele und rauben unser Hab und Gut, verführen unsere Frauen und vergewaltigen unsere Töchter. Da ihr Mut nicht an unseren heranreicht, verstecken sich diese Feiglinge unter Eisen, das von unseren Waffen nicht durchdrungen werden kann…“

 


http://de.wikipedia.org/wiki/Hatuey


Doch in dieses Land der Sanftmütigen Outcasts kamen einige Spanier, die sich wie wilde Tiere, Wölfe, Tiger und Löwen verhielten - und sie waren hungrig für viele Tage. Ihr Verhalten hat sich in den 40 Jahren nicht geändert, denn sie waren nach wie vor wie wilde Tiere, die töteten, terrorisierten, Leid brachten, gefoltert und zerstört haben - auf die seltsamsten und abwechslungsreichsten Methoden der Grausamkeit, die nie jemals gesehen oder gehört wurden - und in einem solchen Maße, dass diese Insel Hispaniola, die einst so bevölkerungsreich war, mit einer Bevölkerung, die schätzungsweise mehr als drei Millionen Einwohner hatt. (Quelle: "Zerstörung der Indies" S. 29. )


Die spanische Krone befielt den Indios im Jahre 1501 einen Arbeitszwang in Goldminen bei willkürlichem Lohn...

"denn um Gold zu sammeln und die anderen Arbeiten zu tun, die wir durchzuführen anordnen, wird es nötig sein, sich der Dienste der Indianer zu bedienen, weshalb ihr sie zur Arbeit in unserem Dienst zwingen sollt, wobei jedem der Lohn zu bezahlen ist, der euch angemessen erscheint." 

Die Spanier zerstören das Indio-Leben mit Arbeitszwang. Die ansässige Bevölkerung ist sich eine "geregelte" Landarbeit wie Ackerbau und Viehzucht nach Plan nicht gewöhnt. Sie kennen weder das Rad noch eine Uhr.

Den Spaniern ist dies unbegreiflich und sie deuten dieses Verhalten als "Faulheit", so dass ihnen der Arbeitszwang für die Indios als einziger Ausweg erscheint. Ovando leitet so auf "Hispañola" die Indio-Vernichtung ein, den "Amerikanischen Holocaust". Ovando behauptet gegenüber der Bevölkerung "Hispañolas", Spanien würde die Länder nicht für den eigenen Nutzen gebrauchen, denn man wolle den Untertanen nur "helfen" und ihnen ihre "Lage erleichtern". In Wahrheit bauen die Nachfolger von Kolumbus auf "Hispañola" eine Schreckensherrschaft auf und beginnen, die ursprünglichen Volksstämme von Santo Domingo / Haiti durch Zwangsarbeit auszurotten.

Die spanisch-weissen Machthaber auf "Hispañola" installieren die "Encomienda" ("Schutzherrschaft"), ein KZ-Recht über die Indios, ein feudales Unterdrückungssystem:

- ein Spanier erhält einen Teil des geraubten Landes als Lehen
- zum Lehen wird eine bestimmte Anzahl Indios "zugeteilt" mit Arbeitspflicht oder Tributpflicht
- Zwangsunterricht im "wahren Glauben" - dem Katholizismus
- für geringste Anlässe werden Strafen verhängt wie aufhängen - verbrennen - Nasen abschneiden - von Hunden zerrissen werden.
Quelle: H.Jestrabek

Diese Umstände sind offensichtlich den "amerikanischen", englischen, russischen und deutschen Konzentrationslagern ähnlich. Jeder spanische Lehensherr konnte sein eigenes Privat-KZ halten. Nur hat die Historie diese grausamen Umstände der Versklavung und Identitätsvernichtung bis heute noch nie als KZ definiert.

1503 kommt es zu Verhandlungen des Augsburger Bankhauses Welser mit dem spanischen König um die Beteiligung an der Ausplünderung "Amerikas". Tatsächlich aber kommen in der Folgezeit die ungeheuren Mengen an Reichtümern, die aus Amerika geraubt werden, nicht den Ländern Spanien oder Portugal zugute. Die geraubten Schätze fliessen zum grössten Teil in Kriegskassen und in die Hände der anderen europäischen Mächte und Finanzhäuser.

Portugal organisiert 1503-1504 eine Expedition unter Vespucci. Der Spanier Vespucci hat die "Einladung" des portugiesischen Königs angenommen und arbeitet nun für den portugiesischen Hof. Vespucci erreicht nach eigenen Angaben das Gebiet des späteren Patagonien.
Quelle: Reinhard II., S.45

Vespucci kennt gegenüber den Indios keine Würde, wie noch Kolumbus, sondern schildert in seinen Briefen die Ureinwohner in "Portugiesisch-Westindien" als "Wilde". Sie würden kein Gesetz, keinen Glauben und kein Eigentum kennen. Sie seien ohne Herrschsucht, Erbschaft oder Eigentum - dafür seien sie von Rachsucht und Gier nach Menschenfleisch getrieben. Vespucci druckt sein Werk "Mundus Novus" mit dem Bericht an die Medici über seine brasilianische Reise. Er behauptet, die Indianerfrauen seien lüstern und jederzeit zu hemmungsloser Promiskuität bereit. Das Werk erlebt in wenigen Jahren bis zu 40 Ausgaben in sechs verschiedenen Sprachen.

Das war natürlich nur Propaganda von übelster Sorte.... nur zum Vergleich: Der "christliche" Opfertod in der Armee für "adlige" und "christliche" Ziele gilt dagegen für die westlichen Medien bis heute als ehrenwertes Ereignis und nicht als Massenmord, für das sich Adel je zu verantworten hätte.


Abbildung in Mundus Novus: Die Indios sind übergross und die
weissen Europäer sind als Liliputaner dargestellt. So wird planmässig
eine Gefahr vorgelogen und Angst und ein Feindbild verbreitet.


Quelle über Mundus Novus: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/105745.html

Ab 1503 erlässt die spanische Krone den Befehl, die Indios zur "Zwangszivilisierung" in "Dörfer" zwangsumzusiedeln und das Dörfer angelegt werden, in denen die Indianer zusammenleben, so wie es die Personen tun, die in unseren hiesigen Reichen leben - insbesondere, dass sie sich kleiden und wie vernünftige Menschen umhergehen.

Die "spanischen Herren" haben dabei die Pflicht, die Indianer als "freie Arbeiter" zu behandeln, die Indianer unterzubringen, sie einzukleiden, zu verköstigen, zu entlöhnen und die Indianer in der freien Zeit in der "christlichen Religion" zu unterrichten. Es kommt zum System der "repartimientos" ("Einteilungen"), der Zwangsumsiedlung mit "Indianerzuteilungen" an "vertrauenswürdige Personen", die durch "Beamte der Krone" bestimmt werden und für eine bestimmte Anzahl von Indios zu sorgen haben, wobei die Anzahl der Indios von den Häuptlingen selbst zu bestimmen ist. Dies ist die "Europäisierung", die Kulturvernichtung an den Indios im eigenen Lande. Die Zwangsumsiedlungen und Erfassungen in "Dörfern" dienen auch der fiskalischen Kontrolle des Ausbeuterstaates Spanien.
Quelle: Reinhard II., S.60





Die spanischen KZs gegen Indios



Die Praxis der "repartimientos" ("Einteilungen") und "encomienda" ("Schutzherrschaft") waren hemmungslose Zwangsarbeit, gewaltsame Rekrutierung mit Frauen- und Kinderarbeit, Trennung von Familien, brutaler Terror bei Widersetzlichkeiten oder Flucht und oft wird nicht einmal das Minimum an Nahrung ausgeteilt. Das System ist zum Teil schlimmer als die Sklaverei.

Bis heute haben die Medien der "westlichen" Welt diesen durch Spanien begangenen, über 200 Jahre andauernden Holocaust an den Indios nicht richtig zur Kenntnis genommen. Gibt es in Spanien einen Trauertag oder Gedenktag für diesen Massenmord an den Indios?

Der indianische Pflanzenstockbau wird abgeschafft. Der Pflugbau und Weidewirtschaft wird eingeführt und hat die logische Bodenerosion an den Hängen zur Folge. Der Weiße Mann führt neue Krankheiten ein, die den Ansässigen bisher unbekannt sind: Bakterien- und Virusinfektionen. Haustiere sind zusätzliche Infektionsträger, so dass sich die Regel ergibt: Wo die Zahl der Haustiere zunimmt, sinkt die Zahl der Indios. Die Streusiedlung der Ansässigen wird verboten und die neu angelegten "Dörfer" werden zusätzliche Infektionsherde für Krankheiten. Die meisten Indios haben eine Blutgruppe, die keine Antikörper gegen Pest und Pocken bilden kann. Auch schon Erkältungen und Grippe haben bei den Ansässigen katastrophale Folgen. Mestizen mit eingekreuzten neuen Blutgruppen sind widerstandsfähiger. Bei Stämmen, die nur friedlichen Kontakt mit Europäern haben, sterben danach die Leute auch dahin ohne jede Gewalteinwirkung. Das heisst: Die engen Verhältnisse durch die Zwangsumsiedlung in Dörfer und die Zwangsarbeit haben den Massentod der Indios sehr begünstigt.

Allein die Geld- und Goldgier und die Sucht nach Ruhm war der Anreiz der "christlichen" Missionierung, die zur Kolonisierung wurde.
Bis heute wird das größtenteils vertuscht und geleugnet.

Die Handlungsweisen des Vatikan im spanischen Kolonialreich ähneln sich den Vorgängen im 3.Reich z.T. bis ins Detail.



Es ist die Aufgabe der Medien und der Erziehungsdirektoren der Welt, diesen weiss-spanischen Rassismus in Mittel- und Süd-"Amerika" endlich ganz zu entlarven, das spanisch-rassistische Tabu zu brechen, und die Situation entsprechen zugunsten der Indios, die heute noch leben, zu verändern.






Beginn des Massensterbens bei den Indios



Ab ca. 1505 beginnt das Massensterben der Indios in der spanischen Sklaverei der "encomienda".
In Santo Domingo wird der erste Festungsbau vollendet. Durch einen Befehl von Nicolas von Ovando wird im Jahr 1505 der Turm fertig. Er ist Teil der Ozama-Festung, die älteste militärische Festung "Amerikas". Es ist anzunehmen, dass die Indios die Steine für die Bauten der Stadt Santo Domingo heraushauen und herbeitransportieren mussten.

Die geflüchteten Taino von Hispañola errichten auf Kuba ihre neue Heimat Neu-Xaragua.

1508 wird "Puerto Rico" vom Spanier Juan Ponce de León besetzt. Er wurde von dem eingeborenen Häuptling Agüeybaná mit offenen Armen empfangen. Leon wurde zum Gouverneur ernannt, wobei die Ur-Bevölkerung später sehr unter seiner Herrschaft zu leiden hatte.

1509 wird Panama von den Spaniern besetzt und in Südamerika erste spanische Siedlungen gegründet.

Im Jahr 1510 bezeichnet die spanische Propaganda das System der Indio-Zwangsumsiedlungen von 1503 heuchlerisch als "Schutzauftrag", als "encomienda".

Im selben Jahr 1510 beginnt der Sklavenhandel zwischen Afrika und "Amerika": Westafrikaner werden als Handelsware in Sklavenschiffen nach "Amerika" verfrachtet. Zur "Entlastung" der Indios in ihrer Sklavenarbeit werden Negersklaven nach "Amerika" eingeführt.




 




Auch diese Kirche ist vermutlich durch die Indio-Sklaven und durch schwarze Sklaven gebaut worden, vom Steinbruch bis zur Einweihung.
Die Kathedrale Basilica Menor de la Virgen de La Anunciación ist die älteste Kathedrale Amerikas (Grundsteinlegung 1521, eingeweiht 1540). 1546 wurde sie von Papst Paul III. zur ersten erzbischöflichen Kathedrale der Neuen Welt erhoben. Sie barg bis 1992 die Gebeine von Kolumbus, die anlässlich der 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas in den neuen Faro a Colón überführt wurden.



1510 leben auf Hispañola nur noch 46.000 Indios. Die Opferzahl und die Arbeit in den Steinbrüchen und beim Steintransport findet man nirgendwo erwähnt, aber sie sind sind stark anzunehmen.

Vasco Núñez de Balboa gründete die erste feste Siedlung Kontinentalamerikas: Santa María de la Antigua del Darién. Im Dezember 1510 wurde Balboa von König Ferdinand V. von Spanien zum Gouverneur von Darién ernannt. 1511 unternahm Núñez de Balboa eine Expedition ins Binnenland. Auf seiner Suche nach Gold wurden viele Eingeborene getötet und beraubt. Eines Tages traf er auf einen Eingeborenen-Häuptling namens Careta, der ihm vorschlug, ein Bündnis mit seinem Stamm zu schließen, statt sich die Indios zu Feinden zu machen. Balboa nahm das Angebot an und heiratete die Tochter des Häuptlings. Gemeinsam mit Careta unterwarf er daraufhin die Indios in der Nachbarschaft.

Núñez lässt homosexuelle Eingeborene zerfleischen


Davon hörte 1513 auch der mächtigste Häuptling der Gegend namens Comagre. Dieser lud Balboa und seine Gefährten in sein weiträumiges Haus ein. Unaufgefordert schenkte er seinen Gästen 4000 Unzen Gold. Kaum hatte er das Geschenk verteilt, gingen seine Gäste mit Schwertern und Fäusten aufeinander los, denn jeder wollte sich seinen Anteil sichern. Comagre war über dieses Verhalten sehr erstaunt, denn für ihn war Gold ein gewöhnliches Metall. Er berichtete seinen Gästen von einem mächtigen See hinter den Bergen und dass alle Flüsse, die in diesen See fließen, Gold mit sich führten. Dort gebe es so viel Gold, wie man begehre. Aber es sei ein gefährlicher Weg.

Núñez de Balboa hörte dies mit viel Interesse. Endlich schien es eine Spur des sagenhaften Goldlandes zu geben, von dem er und andere seit Jahren träumten. Am 1. September 1513 begann der Marsch. Zusammen mit hunderten von Indios als Lastenträgern und zahlreichen Bluthunden machten sie sich auf den Weg. Viele Soldaten wurden krank und schwach. Núñez de Balboa ordnete an, dass alle Fieberkranken und Schwachen zurückbleiben sollten. Als die Expedition einmal wegen einer Felswand ein Stück zurückgehen musste, fand man von den zurückgelassenen Kranken nur noch wenige, von Ameisen übersäte Reste. Nachdem man dies gesehen hatte, wurden weitere Kranke sofort getötet, um ihnen diese schauerlichen Qualen zu ersparen. Núñez de Balboa war auch grausam zu den Eingeborenen. Einmal ließ er eine Anzahl wehrloser Gefangener von Bluthunden zerfleischen. Die Spanier fanden Gold und Perlen an der Küste. Alle Taschen und Säcke wurden mit diesen Kostbarkeiten vollgestopft und man machte sich auf den Rückweg. Ein Eingeborener berichtete Núñez de Balboa von einem weiteren Land namens Biru im Süden mit unermesslichen Schätzen, die erste Kunde über das Inka-Reich in Peru. Damit hatte Balboa ein Ziel für eine weitere Eroberung. Doch zunächst musste er mit den wenigen Überlebenden zurück nach Darién. Núñez kam, selbst dem Tode nah, am 19. Januar 1514 wieder in Darién an.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vasco_N%C3%BA%C3%B1ez_de_Balboa


Statue von Balboa in Madrid (E. Pérez, 1954)


Zahlreiche Straßen, öffentliche Plätze und Parks in den Staaten des amerikanischen Westens, aber auch Firmen und Produkte tragen heute Balboas Namen. In Madrid / Spanien steht ein Denkmal von diesem Menschen... für mich völlig unverständlich.


1511 rüstet Diego Colon - Sohn des Kolumbus - eine Flottille aus zur Kolonisierung Kubas aus. Kuba wird unter Diego Velásquez besetzt. Die Taino-Indios beginnen unter Hatuey einen [aussichtslosen] Guerillakampf


1511 landen auch die ersten spanischen Konquistadoren in Mexiko, Yucatán und "besichtigen" auf der Halbinsel Yucatán die Stadt Uxmál.

Von der spanischen Krone 1512 verordnete Indianergesetze blieben ohne Wirkung.
Die Experten halten an den Grundsätzen von Antonio de Montesino fest, dass alle versklavten Ansässigen (die noch leben) freizulassen seien.

1512 wird Jamaica von den Spaniern besetzt.

1512 wird das kubanische Havanna zum spanischen Hauptstützpunkt der spanischen Eroberer und Kuba wird generell zum Schaltzentrum der spanischen Expeditionen zu den Küsten des mexikanischen Golfs.

Die Spanier führen die europäischen Kulturpflanzen (Getreide) und Haustiere wie Rind, Pferd und Schaf in Süd-"Amerika" ein, die sich rasch verbreiten. Das Hauptaugenmerk richtet sich jedoch auf die Ausbeutung der Edelmetalle. Es etablieren sich die sogenannten "Silberflotten" der Insel Hispañola nach Cadiz. Engländer, Holländer und Franzosen organisieren Überfälle

1513 wird Tezcoco besetzt. Moctezuma II. greift beim Bündnispartner Tezcoco in Thronwirren ein und lässt Tezcoco kurzerhand besetzen. Tezcoco verliert seine Autonomie.

Das Aztekenreich ist kein einheitliches, geschlossenes Reich. Es ist eine Ansammlung heterogener Gebilde. Gebiete, die sich freiwillig unterordnen. Sie können ihre Herrscher und Sitten beibehalten. Es wird nur ein Tributeintreiber abgestellt, der für Eintreibung der Abgaben verantwortlich ist.
Antje Baumann: mesoamerika/azteken-hoehepunkt.htm

1513 wird auch Ecuador erobert. der Inka Huayna Capac unterwirft sich und sein Quito-Land.

1514 ist auch die spanische Eroberung Panamas abgeschlossen.

1517 nur noch 1000 Indios auf Hispañola
"Wie Menschenfresser benahmen sich die spanischen Eroberer. Hatte die Insel Haiti vorher rund 1,1 Millionen Einwohner - waren es 1510 noch 46.000 und 1517 gerade noch 1000 Überlebende!" 

Quelle: H.Jestrabek





Bekehrungs-Erpressung von Idios



Die spanische Krone befielt 1513 im "Requerimiento" [deutsch: Ankündigung, Mahnung] die "Gleichberechtigung" des Indio. Bevor der ansässige Indio erschossen oder versklavt werden darf, muss ihm das "Requerimiento" vorgelesen werden und ihm die Gelegenheit zu Bekehrung und Unterwerfung unter die kaiserliche Herrschaft gegeben werden.

Erst bei Verweigerung der Bekehrung und Unterwerfung darf der Spanier Gewalt anwenden 
(Reinhard II., S.58)

Zitat:
Der Text:

"Über alle diese Völker gab der Herr, unser Gott, einem, der St. Petrus genannt wurde, das Amt, der Herr und Vorgesetzte aller Menschen der Welt zu sein und alle Völker zu richten und zu regieren, Christen, Mauren, Juden und Heiden, und welchen Glaubens sie auch wären."


Einer der früheren Päpste, der an seiner Stelle in dieser Würde und auf dem genannten Thron als Herr der Welt nachfolgte, machte diese Inseln und dieses Festland des Weltmeeres dem König und der Königin und ihren Nachfolgern zum Geschenk, so dass also ihre Hoheiten Könige und Herren dieser Inseln und des Festlandes sind. Deshalb bitte ich euch, die Kirche als Herrin anzuerkennen und den Papst in ihrem Namen und den König und die Königin an seiner Statt und Freiheit zu geben, dass diese Ordensleute euch das Gesagte erklären und predigen.

"Wenn ihr dies tut, werden ihre Hoheiten und ich in ihrem Namen euch mit aller Zuneigung und Liebe aufnehmen und werden euch eure Frauen und Kinder und Güter lassen, frei von aller Knechtschaft und man wird euch nicht zwingen, Christen zu werden, wenn ihr nicht, über die Wahrheit unterrichtet, selbst euch bekehren wollt.

Wenn ihr es aber nicht tut, so tue ich euch kund, dass ich mit der Hilfe Gottes euch bekriegen und euch unterwerfen werde unter das Joch und den Gehorsam der Kirche und ihrer Hoheiten. Und eure Personen und eure Frauen und Kinder werde ich gefangen nehmen und zu Sklaven machen und sie als solche verkaufen wie Untergebene, die nicht gehorchen und ihren Herrn nicht anerkennen wollen und ich erkläre, dass die Tötungen und Schäden, die sich daraus ergeben werden, von euch verschuldet sind und nicht von seiner Hoheit, noch von den Herren, die mit mir gekommen sind."

(Reinhard II., S.59)

Eigentlich war das "Requerimiento" nur gegen die kannibalischen Stämme der Karaiben gerichtet. In der Praxis aber wurden alle Indios mit einer Bekehrung erpresst. Viele Indios werden als "Karaibe" (Menschenfresser) bezeichnet, die als Sklave geeignet erscheinen, ohne dass sie tatsächlich "Karaibe" waren.





Die spanische Invasion gegen das Aztekenreich


1519: Cortez weiß, dass die Geheimhaltung seiner Invasion in Mexiko nicht lange gut gehen kann und dass er das Vertrauen der Mannschaft verlieren würde. Somit zieht er eines Nachts heimlich und überstürzt mit unvollständig ausgerüsteten Schiffen von Havanna aus gegen die Azteken los. Den spanischen Soldaten ist gewinnbringender Tauschhandel versprochen. Von Krieg war nie die Rede.
Quelle: Huby, S.95

Mit dabei ist der Soldat Bernal Diaz del Castillo, der schon aus den früheren Expeditionen 1517/18 Erfahrung gesammelt hat und deswegen sehr angesehen ist. Cortez sucht oft seinen Rat und schiebt Diaz del Castillo oft die Vermittlerrolle zu, ohne dass er ihm auch nur einen Rang oder Orden verleiht.


Das Reich der Azteken vor der spanischen Besetzung.
Dann kam Hernando Cortez mit seinen Pferdehorden.
Ausgangspunkt ist Santiago de Cuba, Landungspunkt Veracruz.


Die zu bewältigenden Höhenunterschiede sind enorm. Es war sicher eine Leistung, die über 4000 m Höhenmeter zu Fuss oder zu Pferd zu überwinden.

Die Unternehmung startet am 18. Februar mit
-- 10 Schiffen
-- 608 Mann
-- 10 Kanonen
-- 16 Pferden (Reinhard II., S.51)

aufgeteilt in
-- 32 Armbrustschützen
-- 13 mit Musketen (Handfeuerwaffen) bewaffnete Musketiere
-- 10 Messingkanonen
-- 4 Falkenhüter
-- 308 bis 500 Soldaten
-- 100 Seefahrer, Steuermänner und Kapitäne
Quelle: R.S.Cartwright: Kolumbus, Cortez, the Aztec, & the Quincentennial; Stand 1999

Die spanische Krone kann sich im Nachhinein immer darauf berufen, dass der Mexiko-Feldzug von Cortez nicht bewilligt war.

Die Idios kannten keine Pferde. Die Indios meinen, Pferd und Reiter seien ein einziges Tier, ein Pferdmensch. Die Ehrfurcht davor ist enorm. Die Pferde sind ein Hauptfaktor der spanischen Siege gegen die Indios. Den Indios wird das Reiten verboten. Wenn umherstreunende Pferde von Indios gefangen werden, beginnen sie nicht zu reiten, sondern schlachten es lieber.

Im März 1519 ca. lässt der selbsternannte Diktator Cortez bei San Juan de Ulua an der mexikanischen Küste landen im mexikanischen Golf (Huby, S.95) im Gebiet des heutigen mexikanischen Staates Tabasco. In einer Schlacht mit Indios gelingt der Expedition die Geiselnahme vieler Feinde, darunter auch eine junge Aztekische Prinzessin, die von Cortez Marina genannt wird.

Cortez drängt es nach weiteren Eroberungen für den König:
"Ich bin gekommen, um Gold zu finden, nicht um die Felder wie ein Bauer zu pflügen."
Cortez sucht Verbündete. Er fährt weiter der Küste entlang, um nach weiteren Verbündeten gegen die Azteken zu suchen. Die Soldaten und Matrosen meutern aus Erfahrung, dass ein Fortbau einen Krieg nach sich zieht. Viele waren bereits auf Yucatán dabei und haben negative Erfahrungen gemacht. Cortez führt in Veracruz ein Kriegsgericht durch und lässt die Anführer der Meuterei köpfen. Der Rest der Meuterer bekommt 200 Stockhiebe. Cortez diszipliniert weiter seine Truppen, um sie am Davonlaufen zu hindern: Er befielt, die Schiffe bis auf ein paar Boote zu zerstören. Die Mannschaft folgt: Alle Schiffe werden auf Sand gesetzt, aller Inhalt geborgen und die Schiffe danach zerstört.

Erste Station des spanischen Feldzuges ist die Stadt Cempoala (Zempoala), Hauptstadt der Totonaken-Indios. Die Totonaken sehen die Weissen als Befreier, sie seien Götter und sehen zum ersten mal Pferde. Cortez sieht in den Totonaken erste Verbündete gegen die Azteken.

Cortez macht mit rebellischen Totonaken-Ortschaften kurzen Prozess. Renitente Ortschaften werden mit Feuerwaffen bekämpft, und wenn das immer noch nichts nützt, mit Reitern konfrontiert. Da die Indios noch nie einen Menschen auf einem Pferd gesehen haben, geben sie ob der Imposanz des Anblicks dann meistens auf.
Die Indios werden auch gezwungen, bei Demonstrationen der Pferde und der Geschütze zuzusehen. So wird ihnen die "Stärke" der Spanier vorgeführt:
- Demonstration von Geschützen
- Demonstration einer rossigen Stute und eines brünstigen Hengstes, der wiehert und scharrt
- und am Ende kommt eine Rede von Cortez, worin er behauptet, die Weissen seien alles friedliebende Menschen

Die Einschüchterung und Versprechungstaktik funktioniert bei den Totonaken. Cortez bekommt 400 totonakische Lastenträger. Die Totonaken raten Cortez, Tlaxcala zu erobern, denn die dortigen Stämme würden auch gerne von der Aztekenherrschaft befreit werden. Der Feldzug gegen Tenochtitlán setzt sich Mitte April 1519 mit 200 totonakischen Trägern und 40 kämpfenden Häuptlingen in Bewegung.
Quelle: R.S.Cartwright: Kolumbus, Cortez, the Aztec, & the Quincentennial; Stand 1999

Auf dem Weg nach Tenochtitlán wird die Expedition von einer Masse Tlaxcalekischer Krieger konfrontiert, die von Moctezuma Xocoyotzin und den Azteken angestiftet worden sind. Die Tlaxkaleken greifen zweimal an, werden überwältigt und schliessen sich dann Cortez als Verbündete an. Das nächste Hindernis ist Cholula.
Quelle: R.S.Cartwright: Kolumbus, Cortez, the Aztec, & the Quincentennial; Stand 1999

Cortez meint: "Gleich nach Gott verdanken wir unseren Sieg unseren Pferden."
Bernal Diaz del Castillo, der Cortez 1519 bei seiner Invasion nach Mexiko begleitet, schreibt: "Die Eingeborenen hatten bis zu jener Zeit noch nie ein Pferd gesehen und folglich waren für sie Pferd und Reiter ein einziges Tier."
Die Spanier importieren nach dieser Erkenntnis aus Spanien massenweise Pferde. Den Indianern wurde das Reiten auf Pferden verboten, wenn sie nicht die spezielle Erlaubnis ihres Vorgesetzten hatten.

Zwischen den Gefechten versucht Cortez immer wieder zu verhandeln. Mit Erfolg: Das Bündnis gegen die Azteken kommt zustande. Die Tlaxcala-Regierung verspricht die Hilfe von 100.000 Tlaxcaleken gegen die Azteken. Und die Spanier sehen, dass Tlaxcala etwa genau so schön ist wie die Städte Spaniens, mit Märkten, wo Kleider, Schuhe, Gold-, Silber- und Edelsteinschmuck, Kohle, Holz, Heilkräuter und Medikamente umgesetzt werden, mit Coiffeur etc.

Die Azteken sind paralysiert. 1519 ist nach ihren astronomischen Berechnungen das Jahr, in dem der einstmals vertriebene Gott Queztlacoatl wiederkehren sollte.
Sie erwarten, dass die neuen weissen Menschen unter Cortez die erwarteten Götter seien und Cortez erkennt sofort, wie er die repressive Aztekenstaatsstruktur ausnutzen kann.

Die Prioritäten von Cortez: 
- Pferde sind mehr wert als ein Mensch
- Hunde sind ein weiteres Hilfsmittel gegen die Indios


Die Jagd auf Indios mit Schild, Schwert, Pferd und Hund


Im Juni 1519 ca. marschiert die Armee von Cortez in Cholula ein. Cortez stösst auf einen freundlichen Empfang und schreibt in seinen Aufzeichnungen, die Stadt sei für "die Spanier" wie geschaffen, um dort zu leben.


Stadt Cholula


Cortez lässt aufgrund angeblicher Überfallgerüchte 200 Würdenträger aus Cholula zu sich kommen und dann ermorden. Dann macht er seine Versprechungen an seine eigenen spanischen Soldaten wahr und lässt Cholula plündern. 3000-6000 Einwohner Cholulas werden getötet, was Cortez als "die Züchtigung Cholulas" in seinen Schriften festhält. Die Massaker sind planmässige Methode der spanischen Unterwerfung. Durch Verbreitung von Angst und Schrecken soll die Bevölkerung gefügig gemacht werden. 
Quelle: Huby, S.97



Darstellung des Massakers an den Indios in Cholula
aus Enzyklopädie: what-means.com:
http://www.what-means.com/encyclopedia/Image:CholulaMassacre.jpg (April 2005) 






Darstellung des Massakers an den Indios in Cholula
Szenendarstellung im Florentiner Codex von Fray Bernardino de Sahagún:
In: Dr. Nancy Fitch; Professor of History; California State University, Fullerton: The Conquest of Mexico


Cortez lässt auch Teile der Stadt Cholula abbrennen, um seine Macht zu demonstrieren.

Moctezuma möchte die Lage auf seine Art lösen und sendet Gesandte zu Cortez mit Geschenken, mit der Botschaft, er solle die Geschenke nehmen und umkehren.
Je mehr Geschenke die Spanier aber von den Gesandten Moctezumas erhalten, desto gieriger werden sie, und sie belohnen diese Grosszügigkeit nicht.

"Als sie das Gold in ihren Händen hatten, brach Lachen aus den Gesichtern der Spanier hervor, ihre Augen funkelten vor Vergnügen, sie waren entzückt. Wie Affen griffen sie nach dem Gold und befingerten es, sie waren hingerissen vor Freude, auch ihre Herzen waren angesteckt von den Strahlen des Goldes. Nur nach Gold hungerten und dürsteten sie, es ist wahr! Sie schwollen an vor Gier und Verlangen nach Gold, gefrässig wurden sie in ihrem Hunger nach Gold, sie wühlten wie hungrige Schweine nach Gold."
Quelle: Reinhard II., S.48; auch in: M.León-Portilla: Rückkehr der Götter. Die Aufzeichnungen der Azteken über den Untergang ihres Reiches. München, 1965, S.46, nach Sahagún XII, 12

Die Azteken denken weiterhin, Hernan Cortez sei ihr einstiger Gott Quetzalcoatl. Die Azteken in Tenochtitlán erwarten Cortez gläubig und demütig. Cortez sieht der Statue von Quetzalcoatl sogar verblüffend ähnlich.

1519-1521 wird Tenochtitlán von den Spaniern (H.Cortez) erobert und zerstört. Auf seinen Ruinen wird die Stadt Mexiko erbaut. Das Atzekenreich wird zu "Vizekönigreich Neu-Spanien" umbenannt, das besonders wegen seines Silberreichtums wertvoll ist. Allein die Hauptstadt Tenochtitlán hatte vor der Eroberung rund 300.000 Einwohner.

Cortez lässt sich in Tenochtitlán eine Woche feiern. Die spanischen Soldaten werden im ehemaligen Palast von Moctezumas Vater untergebracht. Diese warten nicht lange und beginnen mit der Suche nach dem Kronschatz des Aztekenreiches. Unter dem Vorwand, einen geeigneten Platz für eine Kapelle zu suchen, erhalten sie Zugang zu den heiligsten Räumen des ehemaligen Palastes und finden hinter einer frisch verputzten Tür den Kronschatz Moctezumas. Zur Schätzung des Schatzes wird Cortez hinzugezogen, dem es unmöglich erscheint, eine solche Menge von Wertgegenständen und Gold umzurechnen.

Um den 10.11.1519 versuchen spanische Soldaten die ersten Säuberungsversuche und Kirchenpläne. Die spanischen Soldaten wollen sofort die Götter der Azteken aus den Tempeln werfen und eine Kirche einrichten. Moctezuma verbietet dies, und die spanischen Soldaten folgen vorerst - sie wollen aber die Religion der Azteken nicht verstehen, denen sie den kampflosen Einzug in Tenochtitlán verdanken. Die Spanier sind entsetzt über die aztekischen Opferriten und versuchen, die christliche Religion "einzuführen". Dagegen rebellieren die Aztekischen Priester und bedrängen Moctezuma, Cortez umbringen zu lassen.
(Anmerkung: Der europäische Kriegsritus, aus ideellen Gründen ganze Menschenmassen niederzumetzeln, ist in den Augen mancher "christlicher" Staaten bis heute nicht als ein "blutiger Ritus" erkannt worden.)

Bald nach der Einrichtung von Cortez' Hauptquartier in Tenochtitlán um den 10.11.1519 wird Cortez berichtet, dass aztekische Gruppen Veracruz geplündert hätten. Cortez setzt am 14.11.1519 Montezuma gefangen und zwingt ihn, die Attacken einzustellen. Dann lässt er die Angreifer exekutieren.

Cortez zwingt Moctezuma, die Gefolgschaft auf die spanische Krone zu schwören und ein Lösegeld in Gold und Juwelen bereitzustellen. Mitte November 1519 verschenkt Moctezuma den Spaniern den Thronschatz in der Meinung, dass er die weissen Spanier so loswerden könne, begleitet von einer unterwürfigen Botschaft an Karl V.: "Das sendet euch euer treuer Vasall Moctezuma"
Den Thronschatz nimmt Cortez gerne an. Drei Tage brauchen die Soldaten und Cortez für den Augenschein. Dann wird alles, ausser die Juwelen und Kunstgegenstände, für den spanischen Kaiser eingeschmolzen und zu Barren gegossen.

Ende 1519 unternehmen die Spanier erste "Christianisierungsversuche" bei der aztekischen Priesterschaft. Cortez lässt ohne Erlaubnis von Moctezuma II. auf der Plattform der grössten Tempelpyramide ein Kreuz errichten und eine Messe lesen, womit der Tempel für die Priesterschaft der Azteken entweiht wird. Cortez droht seinem Gegner Cacama (Neffe von Moctezuma) mit "dem Schlimmsten" im Namen von Karl V. und der Verräter Moctezuma ordnet die Verhaftung von Cacama und von drei anderen Neffen an. Cortez lässt Cacama und die drei anderen fürstlichen Neffen Moctezumas in Ketten legen. Der aztekische Adel wurde verschaukelt.

Die aztekischen Geistlichen rebellieren, erkennen erst jetzt die Weissen als Fremdlinge und behaupten, die aztekischen Götter seien erzürnt über sie. Vor allem der Neffe von Moctezuma, Cacama, Fürst von Tetzcuco, versucht, eine Verschwörung unter allen Aztekenfürsten gegen Cortez und die Weissen anzufachen.

Nach einer Unterredung zwischen Moctezuma und den rebellischen Priestern eröffnet Moctezuma an Cortez ca. Anfang 1520 die Kriegserklärung:
"Unsere Götter haben unseren Priestern und mir und allen Anführern Antwort und Befehl gegeben, dass wir gegen euch Krieg führen, euch töten oder euch auf das Meer hinausjagen."

Bei einem Fest der Azteken im Mai-Juni 1520, wo diese vor den Tempeln singen und tanzen, lässt Pedro de Alvarado Tempeltüren besetzen und die tanzenden und singenden Indios töten. Dazu werden die Soldaten "belohnt" und dürfen den Tempel und die umliegenden Häuser plündern.

Die Bevölkerung ermordet Moctezuma als Marionette der Brutalo- und Stinker-Spanier. Die Spanier schweben in Todesgefahr, aber Cortez und drei anderen gelingt es, den Anführer der Azteken zu ermorden und sein Banner zu rauben. Völlig geschockt von diesem "Wunder" geben die Azteken die Belagerung auf. Der Widerstand der Atzteken wird unter Koatlahuak und später unter Cuauthemoc weitergeführt.

August-Ende 1520: Neu gruppiert verlassen die Spanier Tlacopan und erreichen Tlaxcala. Die Azteken verfolgen sie und nehmen einige Spanier im Flachland bei Otumba gefangen. Die Spanier, obwohl in der Minderheit, drehen um und bezwingen die Azteken auf dem Feld.

Cortez trifft von September bis Oktober 1520 neue Vorbereitungen für einen Feldzug gegen die Azteken in Tenochtitlán. In der Hoffnung, dass die Spanier Tenochtitlán in Ruhe lassen, wenn sie kein Gold mehr besitzen, werfen die Azteken alles Gold in den See. In Tenochtitlán brechen gleichzeitig die Pocken aus. Die Dezimierung der Bevölkerung aufgrund fehlender Immunabwehr beginnt.

1521 spielt Cortez die angrenzenden Stadt-Staaten wieder geschickt gegeneinander aus und kann mit einer Armee von ca. 200.000 Mann nach Tenochtitlán zurückkehren. Die Azteken sind aber vorbereitet und es kommt zu mehreren erbitterten Gefechten, bei denen sich Cortez nicht durchsetzen kann. Immer und immer wieder muss er sich zurückziehen. Von Januar bis Mai 1521 belagert Cortez Tenochtitlán und schneidet es von seinen Nachbarstädten und Alliierten ab. Gräueltaten der Spanier und der Hilfstruppen schüchtern die Azteken und deren Verbündete von vornherein ein. Die aztekische Koalition gegen die Spanier zerbricht.

Ende April 1521 segeln die Brigantinen-Schiffe auf den See und blockieren die Dämme. Einige Schiffe kommen nach Tlatelolco und blockieren die Stadt, so dass aller Nachschub nach Tenochtitlán unterbunden ist. Die Stadt soll ausgehungert werden. Die Armee wird in drei Teile geteilt, die unabhängig voneinander um den See marschieren und Dörfer angreifen. Die drei Komponenten richten dann ihre Attacken gegen Tlacopan, Coyoacan und Itztapalapa sowie die Stämme derjenigen Städte, die immer noch mit Tenochtitlán zusammenarbeiten. Das Frischwasser vom Chapultepec-Viadukt wird unterbrochen. 50.000 Azteken in Tenochtitlán sterben in der Folge am Konsum von Salzwasser.

Am 31.5.1521 beginnt das Heer von Cortez mit der Total-Belagerung von Tenochtitlán. Mit dem Abschneiden Tenochtitláns verstärkte Cortez die Belagerung bis zum aztekischen Kapitol. Es gab nur noch wenig Widerstand. Ein Grossteil der Bevölkerung war durch Pocken dezimiert worden, die durch einen von Narvaez Männern nach Tenochtitlán gebracht worden war. Nach einigen Tagen Beschuss wechselte Cortez seine Strategie. Er griff nun ein Quartier nach dem anderen an und liess es zerstören und abbrennen. Die Bruchsteine fielen ins Wasser und so entstanden neue Dämme. Die Spanier zogen sich jeweils nachts zurück und machten mit der Zerstörung der Quartiere am Tag weiter. Mit über 100.000 indianischen Alliierten war Cortez fähig, auf diese Weise drei Quartiere von Tenochtitlán zu zerstören. Im Juni 1521 ist das Heer von Cortez in Tenochtitlán eingedrungen. Die Azteken leisten erbitterten Widerstand. Das Heer von Cortez muss Strasse für Strasse mühsam erobern.

Am 13.August 1521 befielt Cortez schliesslich einen Frontalangriff mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf Tenochtitlán und deren dezimierte Verteidiger. Nach zwei Monaten und hunderttausenden von Toten geht die aztekische Hauptstadt in Flammen auf und mit ihr das ganze aztekische Grossreich. Die Spanier kennen nun keine Gnade mehr und brennen alles nieder. Als Cuauhtemoc auf einem Kanu flüchten wollte, wurde er auf dem See festgenommen. Die Spanier hatten gewonnen. Die letzte Belagerung hatte von Juni bis August 75 Tage gedauert. Die Zerstörung von Tlatelolco und Tenochtitlán war derart gründlich, dass Cortez befahl, die Städte zu verlassen.

Cortez beerbt den aztekisch geführten "Dreistädtebund" und regiert über ca. 300.000 km2. Über 200.000 Azteken sind im Kampf, an Pest, Hunger und Durst gefallen.

Tenochtitlán wird dem Erdboden gleichgemacht. Cortez lässt im spanischen Kolonialstil das neue Mexiko-Stadt errichten. Neue Siedler aus Spanien erreichen das Land, so dass Mexiko-Stadt die Hauptstadt "Amerikas" wird.

Quelle:
M.Waesch: Hernando Cortez
Encarta Online Concise: Artikel: Cortés, Hernán



Während all dieser Jahre geht auf Kuba und in den ersten weissen Festlandsiedlungen der totale Holocaust an den Indios vor sich mit Vertreibung, Zwangsumsiedlung, dann in Steinbrüchen, beim Lastentragen und beim sklavischen Bau von Steinhäusern und Kirchen für die Weissen und ihre "Jesus"-Religion.

Dieses System wird dann auch in Mexiko eingeführt. Die Sklaverei, die die Azteken zum Teil den anderen Indio-Stämmen angetan haben, werden nun einfach auf alle Indios übertragen, wenn sie nicht flüchten oder sich nicht verteidigen können...
 


Ab 1521 verbreiten spanische Priester Horrorbilder über die Azteken.
Auch hier wird die Geschichte von den Siegern - namentlich von den wenigen schreibkundigen Priestern - geschrieben: Angeblich soll Montezuma von seinen eigenen Landsleuten umgebracht worden sein - und überhaupt sollen die Atzteken im Blut von Menschenopfern gewatet haben. Hierbei handelt es sich um ganz bewusst verbreitete Geschichtslügen - die von den Priestern - im Auftrag der Eroberer - verbreitet wurden: Abbildungen von Köpfen - die der aztekischen Zeitrechnung dienten - wurden zu angeblichen Totenschädeln von Menschenopfern umgelogen. Aztekische Urnen mit Saatgut sollten angebliche Kochtöpfe von Menschenfressern gewesen sein. Ab 1521 wurde die gesamte Kultur der Azteken als "Werk des Teufels" systematisch zerstört. Die Pfaffen liessen die aztekische Kultur planmässig zerstören. Alte Schriften und Kultgegenstände wurden von Priestern als "Werke des Teufels" systematisch vernichtet. Dabei hatten die Atzteken gar keinen persönlichen Götterglauben. Sie straften sogar bisweilen ihre göttlichen Symbole. Sie kannten nur einen pantheistischen Glauben an Natursymbole. Der zeitgenössische Azteke Xokonoschtletl schreibt in seinem Buch "Die wahre Geschichte der Atzteken". Die christliche Religion wurde dem mexikanischen Volk durch Vergewaltigung, Terror und Mord aufgezwungen. Deshalb haben die mexikanischen Oberhäupter ihrem Volk geraten, den christlichen Glauben vorzutäuschen - damit sie nicht weiterhin gequält und von der heiligen Inquisition ermordet wurden. Doch leider wurde mit der Zeit vergessen, dass dieser Glaube aus Schutz angenommen wurde - und so wurde er zur Gewohnheit - die bis heute anhält. Die Zapoteken im Tal von Oaxaca werden "christianisiert" und sind heute meist katholisch.

Quelle: H.Jestrabek

1522 (-1529) erobern die spanischen Truppen und ihre Verbündeten unter Cortez für das neue Reich "Neu-Spanien" über 200.000 km2 Land dazu. Die Truppen besiegen Enklaven im Aztekenreich und Nachbarvölker im Norden und Süden.

Peru gilt als "fabelhaftes Goldland" "birú".

Francisco Pizarro aus niederem Adel (ein "Hidalgo" ["Edelmann", "Junker"]) und aus Cortez' Familie (Cortez ist sein Vetter) hat "grosse" Ziele. Bis dahin ist er am Bergbau in Panama mit Balboas, Davilas und Diego de Almagro beteiligt. Pizarro will wie Cortez erfolgreicher Konquistador werden, braucht dazu aber mehr Kapital und tut sich mit Davila und einem Priester zusammen, hinter dem Gaspar de Espinosa steht, ein königlicher Richter in Santo Domingo und Mitglied einer wichtigen Bankiersfamilie des spanischen Converso-Milieus.





Magellan-Expedition:

1520: Auf der Insel Hispañola sind von ursprünglich einer Million (1492) noch 16.000 Indios am Leben. Andere Schätzungen gehen von 8 Millionen und noch 55.000 Lebenden aus. In der ganzen Karibik und zum Teil auch in Mexiko reduziert sich die Anzahl der ansässigen Stammesbevölkerungen um 90 %, auf "gewissen Inseln" bis zur vollständigen Vernichtung.



Die Expedition erreicht ca. im Juni 1519 die Bucht des heutigen Rio. Üppiges Essen, die Dienste von Indio-Mädchen, Sklavenhandel (Tausch: ein Mädchen für ein grosses Messer oder eine Axt etc.) aber auch angeblicher Kannibalismus unter den Stämmen, den der Steuermann Juan Carvajo gesehen haben will, beeinflussen die Seeleute. Die Indios leben in langezogenen Hütten mit bis zu 100 Menschen in einem lärmigen Raum
Quelle: Huby, S.82

Am 31.März 1521 lässt Magellan die erste "heilige Messe" auf philippinischem Boden lesen: auf einer Insel der Visayas. Der genaue Ort ist umstritten, vermutlich Limassawa. Magellan schliesst Freundschaft mit den Datus Kalambo und Siaui.
Quelle: M.Payer: Chronik zur Geschichte der Philippinen

Magellan gelingt innert kurzer Zeit der Abschluss eines Quasi-Kolonialvertrags mit dem Sultan auf Cebu. Die Expedition verweilt wochenlang. Am Ende werden Glasperlen gegen echtes Gold getauscht und ihm gelingt es, den Sultan von Cebu und seine Gefolgsmänner zu bekehren.

Da bittet der Sultan von Cebu Magellan um Hilfe gegen die Nachbarinsel Maktan, er solle einen Dorfhäuptling auf der kleinen Insel niederwerfen. Magellan lässt auf Maktan landen und sieht sich einer 30-fachen Übermacht gegenüber, die in aufgereihter Schlachtordnung mit Speeren und Schilden auf den Gegner wartet. Magellan lässt losstürmen und schiessen. Die Kugeln prallen aber an den Schilden ab. Da lässt Magellan den Schlachtort umgehen und die Hütten der Maktanesen abbrennen, in der Hoffnung, dass die Maktanesen sich von der Schlacht abwenden, um ihr Hab und Gut zur retten. Aber die Maktanesen reagieren anders: Sie werden immer wütender auf die Weissen und haben Magellan als Anführer ausgemacht. So wird Magellan am Ende von Speeren erstochen.





Entwicklung der "Technik der Conquista"



Nach der Besetzung von Tenochtitlán, aber auch schon vorher, beginnt sich eine gewisse Technik der Einschüchterung der einheimischen Bevölkerung einzuspielen, die von den "Eroberern" konsequent und auch "erfolgreich" angewandt wird
Quelle: Reinhard II., S.58

In Spanien wird immer wieder Werbung für Raubgüter in "West-Indien" gemacht, das dort zu holen sei. Sonst funktioniert die "Kolonisierung" nicht: Propaganda für die "Reichtümer" des zu besetzenden Landes ist wichtig. Auch die Namensgebung ist Propaganda. Reihenweise werden religiöse und kapitalistische Reizworte wie "rico" ["reich"], "oro" ["Gold"] oder "plata" ["Silber"] etc. gebraucht. Mit dem Vorzeigen von Indios in Spanien oder kostbaren Produkten der neu besetzten Länder lässt sich die "Eroberungsstimmung" in Spanien ebenfalls weiter erhöhen.
  • Die Taktik der Besetzung, in "Amerika": zuerst "Befreier" sein, dann Kulturzerstörung und Städtenetz, dann restliche Unterwerfung bei Widerstand, wird eingeführt.
  • Zusammenarbeit mit "Bundesgenossen", indem man als deren Befreier gilt.
  • Zusammenarbeit mit loyalen einheimischen Mätressen, die sich vom vorherigen autoritären Stammessystem ins Kolonialsystem einfügen, das genau so autoritär ist, so dass sich für den Unterworfenen nichts ändern muss.
  • Festnahme des eingeborenen Herrschers als Geisel zwecks Erpressung ist seit Kolumbus "üblich", auch die spätere Tötung. Somit ist die planmässige Einschüchterung vollzogen
  • Einsatz von Folter, Grausamkeit und Bluthunden gegen Menschen zur planmässigen Einschüchterung, z.T. nur von "gewissen" Konquistadoren angewandt.
  • Planmässige Schändung von Gräbern und Heiligtümern zur individuellen Bereicherung und Demonstration von "Stärke" des "christlichen Gottes".
  • Städtegründungen mit spanischem Recht sind der reale Abschluss einer Besitzergreifung mit "Zuweisung" von Grundstücken und Versklavung der ansässigen Stämme.
  • Der spanische "Stadtrat" kann nach der Stadtgründung gleich weitere neue Feldzüge und Besetzungen beschliessen.
  • Die spanische Krone besitzt später durch Fusion mit Portugal den päpstlichen Weltherrschaftsanspruch. Eine Gleichberechtigung mit der ansässigen Bevölkerung ist schon von da her ausgeschlossen.
    Quelle: Reinhard II., S.58


Auch wenn z.B. 1513 die spanische Krone in einem "Requerimiento" die "Gleichberechtigung" des Indios befiehlt, wenn dieser sich bekehre und unterwerfe (!) und erst bei Verweigerung der Bekehrung und Unterwerfung Gewalt angewandt werden solle, so ist die "Gleichberechtigung" nie gegeben, denn der Weisse bestimmt über das Land.

Die Taktik zur Besetzung "Amerikas" unterscheidet sich kaum von der Taktik des 3.Reichs zur Besetzung von Europa.





Zwangsmissionierung durch Massentaufen


Mexiko wird mit Massentaufen christianisiert. Zur Unterweisung im "wahren Glauben" gehörte v.a. die Zwangsmissionierung. Schon die Patres - die die Konquistadoren begleiteten - brüsteten sich innerhalb eines Jahres (1522) Massentaufen an 233'264 Indios durchgeführt zu haben. Ein anderer Padre will allein im Jahr 1525 400.000 Taufen durchgeführt haben. Solche unfreiwilligen Massentaufen - abgehalten in fremder Sprache - dürften wohl kaum eine nachhaltige Wirkung auf die Betroffenen gehabt haben.

Der Ablauf: 
  • den Indios wird ein Marienbild gezeigt 
  • es wird eine kurze Taufzeremonie durchgeführt
  • und fertig ist die Bekehrung.


Im übrigen werden die neuen "Glaubensbrüder" daraufhin so schnell vertrieben und getötet - "ins Himmelreich befördert" , dass kaum von einer lang anhaltenden Wirkung der Bekehrung ausgegangen werden kann.

Alexander von Humboldt schreibt zu Beginn des 19. Jahrhunderts über Mexiko, dass "Eingeborene von der Religion nur die äussere Form kennen" würden.
Quelle: H.Jestrabek

Die "Christianisierung" des Huaztekengebietes erfolgt unter dem Franziskaner-"Bruder" Andrés de Olmos.





Vernichtung der Mittelamerikanischen Kulturen


In Guatemala werden 1523-1527 unter Pedro de Alvarado die Lebensgrundlagen der Maya vernichtet.

Der ursprüngliche Maya-Name der Stadt "Palenque" ist nicht bekannt. Den Namen Palenque geben ihr die Spanier in Anspielung auf die hölzernen Einfriedungen, die die Behausungen der Indianer umgeben.

Pedro de Alvarado wird zum Gouverneur und Generalkapitän von Guatemala ernannt.



Honduras erleidet 1524-1526 die spanische Besetzung unter Cortez
"um unter den von ihm ausgesandten Conquistadores Ordnung zu schaffen."



Panama: 1523 hört Pizarro von einem grossen und reichen indianischen Reich im Süden. Pizarro versichert sich der Hilfe von zwei Freunden, um eine Expedition zur Besetzung des Landes zu bilden. Der Soldat Diego de Almagro stellt die Ausrüstung, und der Vize-Bischof von Panama ist für das Geld verantwortlich.
Um 1525 werden im Gebiet des heutigen Panama fünf neue spanische Städte "gegründet"



Mexiko: Nach der Vernichtung der Lebensgrundlagen der Mayas in Mexiko erfolgt ab 1527 die Vernichtung der Kultur selbst. Auch hier ist es das erklärte Geschäft der "christlich"-rassistischen Pfaffen, die Mayakultur restlos zu vernichten. Vorerst werden "nur" kultische Handlungen verboten und Inquisition geführt.

1536 Einführung der "Heiligen Inquisition":
mit 100.000en Todesopfern:
-- durch Erhängen
-- durch Ersäufen
-- durch Folter an Todesmaschinen mit Todesfolge
-- durch Verbrennung auf dem Scheiterhaufen
-- auch gegen Juden, die vor der Inquisition in Europa nach "Amerika" geflüchtet waren und in "Amerika" keine Inquisition erwarteten etc.

1541 erfolgt die spanische Besetzung von Yucatán unter Cortez. Die Maya werden durch die dauernde Verfolgung, Seuchen und Hungersnöte massiv dezimiert. Der Holocaust in Mittelamerika nimmt durch "christliche" Inquisition und Hunger seinen Fortgang. 1545 ist Yucatán unter Francisco de Montejo fast total besetzt. Die Besetzung galt für Montejo als abgeschlossen, obwohl einzelne Widerstandsnester der Maya nicht zu besiegen waren.

Nach dem zweiten Aufstand der Xiu-Maya in Uxmál können die spanischen Konquistadoren 1547 die Stadt besetzen. Damit verlieren auch die Xiu-Maya, einer der mächtigsten Maya-Stämme der Maya-Welt, ihre Selbstbestimmung.





Holocaust im südamerikanischen Hochland

8 Mio. Tote


1529 segelt Pizarro nach Spanien und erhält von der spanischen Königin den Auftrag zur Besetzung von Peru. Pizarro wird als Befehlshaber und Gouverneur des zu erobernden Peru eingesetzt. Die bisherigen "Gefährten" von Pizarro werden geadelt, der geistliche Teilhaber wird zum Bischof befördert. Am 19.1.1530 verlässt Pizarro Spanien in Richtung Panama mit der Bewilligung zur Eroberung Perus in der Tasche. Der Name "biru", "Goldland", ist scheinbar Anreiz genug, die Bevölkerungen eines weiteren halben Kontinents zu unterwerfen und kulturell zu vernichten.

Die Invasion ist ein strapazenreicher Marsch entlang der Küste des heutigen Ecuador. Pizarro braucht fast ein Jahr, um die Küstensiedlungen zu unterwerfen. Erste Goldsendungen werden nach Panama geschickt, damit weitere spanische "Hilfe" organisiert werde.

Ab der Invasion in Ecuador und Peru und dem damit verbundenen Massenraub, und mit dem immer klarer werdenden Küstenverlauf in der Karibik wird N-"Amerika" für die europäischen Mächte "uninteressant". Portugal, Spanien, England und Frankreich merken, dass in Nord-"Amerika" kein Gold zu holen ist, und dass keine Passage nach Indien durch den Kontinent zur Verfügung steht. Das Argument der KIRCHE, man habe nur wegen Mission Kolonialismus betreiben, ist damit ein für allemal widerlegt. Hat der Vatikan einmal Entschädigung geleistet?
Quelle: Reinhard II., S.48

Pizarros (gelehrnter Schweinehirte) Invasion beginnt im November 1532 mit dem Aufstieg ins Hochland in Richtung Cajamarca. Er besetzt die Stadt und foltert zum Teil die Häuptlinge, um angeblich die Umstände im Inka-Reich zu "erforschen".

Pizarro handelt nach dem "bewährten" Schema: Er forderte die Bekehrung und Unterwerfung, kalkulierte den Krieg ein, ließ den Führer seines Gegners festnehmen und die peruanischen Stämme mit einem Massaker einschüchtern. Es ist ein "bewährtes Schema". Die Beute aus Cajamarca entfesselt eine zusätzliche Dynamik zu neuem Eroberungswahnsinn.

Pizarro lässt sich zuerst den Schatz zeigen, und lässt dann Atahualpa ermorden. Die Quellen beschreiben alle mehr oder weniger denselben, hinterhältigen und nazihaften Vorgang:

Pizarro trifft die Botschafter von Atahualpa. Atahualpa akzeptiert eine Einladung zu Pizarro und besucht ihn mit einer Menge seiner Leute, die aber unbewaffnet sind. Pizarros Soldaten warten in bewaffneter Stellung.

Als Atahualpa die Bekehrung zum "Christentum" und die Oberherrschaft des spanischen Kaisers verweigert, lässt Pizarro den Inka-Herrscher festnehmen. Die Spanier veranstaltet zudem ein Massaker an 2000 Indios. Daraufhin bietet Atahualpa ein Lösegeld an: ein Raum voll Gold von fünf auf sieben Meter bis auf die Höhe, so hoch, wie ein Mann, und dasselbe auch in Silber. Pizarro akzeptiert.

Die Spanier zerstören das Inka-Reich mit der Hauptstadt Cuzco.

Pizarro und sein Mitkämpfer Almagro streiten nun um die Vorherrschaft in Peru. Nach der Einnahme von Cuzco versucht Almagro, sich in Cuzco eine Hausmacht aufzubauen, was ihm nicht gelingt. Stattdessen wird ihm "empfohlen", Südperu zu besetzen.

Um das Jahr 1534 besetzen spanische Truppen unter Gonzalo Jiménez de Quesada das Chibcha-Hochland (heute das Hochland von "Kolumbien"). Die Invasion erfolgt von Santa Marta den Magdalenenstrom aufwärts aus unter hohen Verlusten und besetzt die Gold- und Smaragd-Fürstentümer des Hochlandes.

1536-1541 Beginn der Vernichtung der Chibcha-Kultur unter dem Spanier Gonzalo Jiménez de Quesada.

1536 gerät Bolivien durch Almagro unter spanischer Besetzung.

Ab 1537 streiten sich Pizarro und Almagro um Territorien. Es entwickeln sich bürgerkriegsähnliche Zustände zwischen den spanischen Besetzern.

Die südamerikanische Hochebene wird 1938 vom spanischen Gonzalo Jiménez de Quesada vollständig besetzt. Gonzalo Jiménez de Quesada, Federmann und Benalcázar gründen gemeinsam auf fremdem Boden die "Hauptstadt" Santa Fé de Bogotá und ziehen ab. Die Kultur der Chibcha-Indios wird von den spanischen Besatzern unter dem spanischen Anführer Spanier Gonzalo Jiménez de Quesada 1541 vernichtet. Der Gouverneur von Santa Marta erbt später das Werk der drei "Eroberer".

Die weissen Kolonisatoren rauben die Hochebene des heutigen Kolumbien aus und halten bis heute die Smaragdminen besetzt, wo die Einheimischen für Hungerlöhne arbeiten dürfen.

1542 / 1943 erfolgt die "Gründung" des "Vizekönigreichs Peru" unter Gouverneur Vaca de Castro. Nach dem Bürgerkrieg stellt der neue spanische Gouverneur Vaca de Castro " wieder geordnete Verhältnisse her". Neue Hauptstadt ist "Ciudad de los reyes" / "Königsstadt", später Lima genannt.

Die neu besetzten Andenregionen (heute Bolivien) werden in das neue Vizekönigreich "integriert".

Die weissen Kolonisten haben geraubt, was sie konnten, und das meiste auf Schiffe in Richtung Spanien verfrachtet. DieSchiffe wurden oft angegriffen, und so landete der Grossteil des Goldes von Süd-"Amerika" auf dem Meeresgrund. Oder das Gold wurde in Kriege oder Expeditionen "investiert", oft jedenfalls eingeschmolzen. Bis heute sind die Minen in weisser Hand, z.B. Rothschild bei Smaragdminen, mit Privatarmee zur Bewachung etc. Die Länder in Süd-"Amerika" hätten die Kraft, die "USA" ernsthaft zu konkurrenzieren. Die Regierungen Süd-"Amerikas" sind seit den Unabhängigkeiten aber meist von Weissen besetzt ("Christen" oder auch Juden), und meist sind diese Regierungen oft rassistisch gegen die Indios eingestellt und von den "USA" über die "UNO" bestochen.

Ab 1543 werden die Indios in Peru in Reduktionen angesiedelt und der Zwangsarbeit ('mita') in den Bergwerken und Gewerbebetrieben zugeführt. Die Sprache der Indios in Peru, meist Ketschua, wird zunächst als Landessprache beibehalten:

Tempel werden abgerissen und durch Kirchen ersetzt. Zitat Jestrabek:

"Gleichzeitig verfolgten die spanischen Eroberer und ihre katholischen Handlanger jedoch fanatisch das 'heidnische' - mit der Ketschua-Sprache engstens verbundene - Gedankengut der Indianer und errichteten auf den Ruinen ihrer Tempel weithin sichtbar ihre Kirchen. Aber bis auf den heutigen Tag hat die christliche Lehre in den Menschen - denen sie das Heil bringen sollte und für die sie nur mit Blut und Qual verbunden war - nicht feste Wurzeln schlagen können."
Quelle: Ursula Schlenther. Aus dem Vorwort zur Anthologie 'Ketschua - Lyrik'

1544-1546 war Blasco Nuñez de Vela erster Vizekönig von Peru. Amtsantritt war der 18.September 1544, um die Encomiendas ["Schutzherrschaft"] abzuschaffen. Er war mit Gonzalo Pizarro konfrontiert, der die Rebellion der Encomendoren einleitete.

Ab April 1545 verwandelt sich Potosí in einen wichtigen Minenplatz und wächst sehr ungeordnet zu einer Landstadt heran. Der Berg von Potosí aber produziert [auf Basis der Indio- und Schwarzen-Sklaverei mit Massentod von 10.000 Sklaven] ein ökonomisches "Wunder" bis nach Europa. Fortan sollten die Besetzer neue Mittel und "Arbeitsmodelle" für die "Minenarbeiter" ausprobieren. Die Sklaven hatten scheinbar "gute Arbeit" geleistet, wenn zwischen 1545 und 1553 bereits eine ganze Stadt entstanden ist. Wie viele tote Indios stecken wohl in diesen Häusern und Kirchen drin? Durch die Zwangsarbeit "mita" starben in den Minen - v.a. In den berüchtigten Silberminen des Bergs Potosi - Millionen. Die Arbeiter in Potosi hatten eine 90 % Letalität [Todesrate] zu erwarten. Insgesamt soll allein dieser Ort [Potosí] acht Millionen Zwangsarbeitern das Leben gekostet haben. - soviel zum "Schutz".
Quelle: H.Jestrabek: Konquistadoren, Kapital und Kirche


Chile
Von 1540-1554 finden spanische Expeditionen unter Pedro de Valdivia ins Gebiet des heutigen Chile statt. Die Invasion unter Valdivia ist "erfolgreicher" als die vorige unter Almagro.




  Venezuela

Venezuela wird 1527 an das deutsche Handelshaus der Welser verpfändet.
Die Welser können mit der spanischen Krone einen Vertrag abschliessen, dass deutsche Bergleute in spanischen Gebieten "Entwicklungshelfer" leisten sollen.

In weiteren Verträgen zwischen der spanischen Krone und den Welsern wird festgelegt, dass die Welser die spanischen Kolonien mit 4000 Negersklaven beliefern sollen und dass die Welser das Gebiet von Venezuela besetzen dürfen, bei einer prozentualen Abgabe der Beute für den spanisch-kaiserlichen Sekretär, Francisco de los Cobos. Ab 1529 ist das Gebiet des heutigen Venezuela durch die Welser deutsch besetzt.

Die Mittel sind dieselben, wie sie die Spanier einsetzen: Sklaverei, Beuteraub und Massaker. Die Welser "gründen" Coro und Maracaibo - sicher nicht ohne vorherige Vertreibung der dortigen Indios. Das Land bleibt aber aus "Rentabilitätsgründen" nicht gut erschlossen. Dies ist für die Indios ein Glück, denn die Welser dringen nicht weit ins Hinterland vor. Die Indios von Venezuela können ihre Kultur und Lebensweise mit ihrer Naturverbundenheit auf den weit verzweigten Wasserwegen bis über die Kolonialzeit hinaus hinüberretten.

Eine Expedition unter Gonzalo Pizarro sucht 1541 / 1542 am Amazonas nach Gold und Zimt. Ein Teil der Pizarro-Truppe befährt mit selbstgebauten Schiffen den Amazonas und kehrt dann der Küste entlang nach Venezuela zurück. Ein Reisetagebuch von Fray Gaspar de Carvajal, erwähnt die "Amazonen".





Neue Sklavengesetze



Bartolomé de las Casas wird 1542 als Führer für die Rechte der Eingeborenen bekannt. In diesem Dokument präsentiert er eine Petition, um neue Rechte in "Amerika" durchzusetzen, die 1542 in Kraft getreten sind. Er bringt dem spanischen Regierungsapparat, dem Indienrat in Sevilla, Argumente betreffend der religiösen Ordnung, die Sklaverei, den Tod, und die zügellose Missachtung gegenüber dem Leben der Eingeborenen.

Karl V. erneuert daraufhin in "Reformgesetzen" das Sklavereiverbot. Das Sklavereiverbot wird sogar ständiger Bestandteil der Reformgesetze. Schon versklavte Einwohner bleiben aber Sklaven. Es findet keine Sklavenbefreiung statt;
und die Sklaverei wird ausserdem in Grenz- und Kriegsgebieten weitergeführt, wo sie dem Staat dient und nützlich ist.

In den spanischen Kolonien werden die Indianer freie Kronvasallen. Es werden "Schutzgebiete" errichtet - und die Krone überträgt den Konquistadoren das Recht, von den Indios Tribute einzuziehen, was auch in Naturalien geschehen kann. Gleichzeitig müssen die Konquistadoren die Indios "christlich betreuen".
Quelle: DTV-Atlas I., S.225

In Mexiko und in Peru wird die "Encomienda" ["Schutzherrschaft"] installiert, das KZ-Recht über die Indios, das feudale Unterdrückungssystem wie auf "Hispañola":
  • ein Spanier erhält einen Teil des geraubten Landes als Lehen
  • zum Lehen wird eine bestimmte Anzahl Indios "zugeteilt" mit Arbeitspflicht oder Tributpflicht
  • Zwangsunterricht im "wahren Glauben" - dem Katholizismus
  • für geringste Anlässe werden Strafen verhängt wie aufhängen - verbrennen - Nasen abschneiden - von Hunden zerrissen werden.


Diese Umstände sind offensichtlich den "amerikanischen", englischen, russischen und deutschen Konzentrationslagern ähnlich. Jeder spanische Lehensherr konnte sein eigenes Privat-KZ halten. Nur haben die Medien und die betroffenen Regierungen diese grausamen Umstände der Versklavung und Identitätsvernichtung bis heute noch nie als KZ definiert.

Es kam noch schlimmer und peinlicher:
Die spanischen Kolonisten machen sofort einen Aufstand gegen die Indianerschutzgesetze. Nach der Bekanntgabe der "indianerfreundlichen" Gesetze in Peru / "Neu-Kastilien" brach dort ein Spanier-Aufstand aus.





Bartolomé de las Casas:
Bericht über den Indianer-Holocaust





Die Abbildung zeigt die erste Seite der Klageschrift von Bartholomé de Las Casas:
"Brevissima relación de la destruycion de las Indias"
Neun Kapitel über die Indios. Sevilla, Sebastian Trugillo, 1552-1553.




Angaben der Penn Library (in Übersetzung): 

"1550 hat Las Casas eine führende Rolle im spanischen Königreich inne, was Untersuchungen über die Behandlung der Indianer in der "Neuen Welt" betrifft. Als Antwort auf die Verteidigung der Sklaverei durch den spanischen Bischof Sepúlveda, der die Indianer als Untermenschen ("Indians were less than human") erklärt und damit die Sklaverei der Spanier rechtfertigt, bereitet Las Casas neun Aufsätze vor. Acht davon werden 1552 und der neunte 1553 publiziert.

Der Dominikaner [Las Casas] ist sich der Macht des geschriebenen Wortes genau bewusst, derart, dass er eine königliche Bewilligung zur Publikation der Aufsätze erst gar nicht einholte. Mit der weitläufig beschriebenen Weise der spanischen Gräueltaten treffen sie die europäische Szene wie eine Bombe. Las Casas wird der spanische Kronzeuge gegen Spanien selbst."

"Die Kritik von Las Casas bekommt besondere Kraft, weil Las Casas nicht nur ein Meister der wichtigen Traditionen der scholastischen Philosophie und Logik ist, sondern weil er auch ein genauer Beobachter ist, der die Situation der Indios genauestens in einem unmittelbaren, überzeugenden Stil wiedergibt."

Das alles nützt den Indios aber nicht mehr viel, denn ein Grossteil war schon ausgerottet.

ZITATE:
Mit dem ersten Gold aus der Süd-Amerika-Beute ließ Papst Alexander VI. die Decke von Santa Maria Maggiore in Rom verzieren und mit dem Symbol seiner Familie versehen.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 115 


Ein nennenswerter Anteil des Blutgoldes und -silbers floss in kirchliche Schatzkammern, transformiert in stolze Kleinodien christlich-abendländischer Gold- und Silberschmiedekunst.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 115 


Signifikantes Beispiel ist eine fast drei Meter hohe Monstranz, die Kardinal Cisneros aus dem Gold, »das Kolumbus auf seinen Reisen fand«, fertigen ließ und der Kathedrale von Toledo stiftete.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 114 


Festgelegt war der Hergang, nach dem die Missionierung der Heiden zum Katholizismus zu bewerkstelligen war. »Die Indianer, denen solche Gnade und Gunst widerfährt, sollten ihrerseits ihre Unterwürfigkeit und ihren guten Willen beweisen, indem sie eine große Menge Gold, Edelsteine, Silber und andere Dinge, die sie besitzen, Seiner Hoheit, dem König und dem Gouverneur freiwillig ausliefern, andernfalls könnten Gott, unser Herr und Ihre Hoheiten sehr ungnädig werden.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 108 


»Das junge Mädchen wurde ohne weiteres den Armen seiner Familie entrissen, um die Leidenschaft des brutalen Siegers zu befriedigen. Aber die Hauptleidenschaft des Spaniers war die Liebe zum Gold. Dafür schreckte er vor keiner Anstrengung zurück ... und Menschenleben waren in den Augen der Eroberer der unbedeutendste Artikel.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 109 


»Im Jahr 1500 lebten in den heutigen Grenzen Mexikos 25 Millionen Indianer, hundert Jahre später nur noch eine Million.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986


Über die Einschmelzung peruanischer Goldschätze ist überliefert: »Dann dauert es einen vollen Monat, das wertvolle Geschirr einzuschmelzen, obwohl Goldschmiede des Landes Tag und Nacht daran arbeiten müssen.« Der Chronist beziffert den Goldwert nur dieser einen Aktion auf 1.326.539 Goldpesos. Dies entspricht heute etwa 450.000.000 Euro.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 111 


Einer der Haushofmeister ließ eine Menge Indianer hängen, lebendig verbrennen, den Hunden vorwerfen, ihnen die Köpfe, Hände und Füße abhauen oder die Zunge herausreißen.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 112


»Selbst der vornehmste Bischof des Reichs sendete seine Diener in der Absicht mit, seinen Teil von der gemachten Beute in Empfang nehmen zu lassen.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 113 


Der Katholizismus hat auch in Südamerika die Sklaverei grundsätzlich anerkannt. Laie wie Priester praktizierten sie; Klerus und Klöster, oft selber Großgrundbesitzer, handelten mit Sklaven.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 113 


Jesuiten und Franziskaner förderten Ehen zwischen Indianern und Schwarzen, um deren Nachkommenschaft als Leibeigene zu erklären.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 116 


Während die einfache Bevölkerung, Generation um Generation, in Dreck und Elend verkam, wurde der Klerus nahezu allmächtig und immens reich, wie auch die übrigen Sklavenhalter und Herren, die zur Finanzierung von »Gotteshäusern« eingefangene Indios versteigerten ...
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 117 


Wie der Chronist Bartolomé de Las Casas berichtet, wurden Millionen Indianer des Goldes wegen grausamst abgeschlachtet. Der Gouverneur von Yucatan tauschte Hunderte junger Mädchen, die er entführt hatte, gegen Wein, Öl oder eine Speckseite.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 117 


»Die christliche Kirche war noch versessener als die weltlichen Herrscher auf die Ausbeutung des neuen Landes.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 120 


»1495 erließ Papst Alexander VI. die Bulle Intercaetra: »... dass man barbarische Völker unterwirft und dem echten Glauben zuführt.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 120 


»Der Papst überwachte ... die Ausgabe von Jagdscheinen, die Europäern für Raub und Plünderung ausgestellt wurden.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 120 



Ein Inkafürst sagte: »Was den Papst betrifft, von dem ihr sprecht, so muss er wahnsinnig sein, wenn er daran denkt, Länder zu verschenken, die ihm nicht gehören ...« Darauf rief ein Mönch: »Greift augenblicklich an! Ich gebe euch die Absolution.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 125 


Der Chronist Bartolomé: »Ich sagte bereits, dass die Spanier blutgierige wilde Hunde halten, die darauf abgerichtet sind, die Indianer zu erwürgen und in Stücke zu zerreißen ... Zur Verpflegung dieser Hunde führen sie auf ihren Märschen eine Menge Indianer bei sich, die in Ket ten gehen und wie eine Horde Schweine einhergetrieben werden. Man schlachtet dieselben, und bietet Menschenfleisch öffentlich feil. Dann sagt einer zum andern: Borge mir doch ein Viertel von diesem Schurken (Bellacos). Ich werde nächster Tage auch einen schlachten; dann gebe ich dir’s wieder.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 127 


Einschüchterung und Terror wurden zur Grundlage erster Begegnungen mit den Eingeborenen. So wurde in jedem Dorf zunächst ein großes Blutbad (Matanza) angerichtet, damit sie beim Hören des Namens »Christi« zitterten wie vor wahrhaftigen Teufeln. Die Wege der Conquista waren deshalb von Leichen aufgehängter und gepfählter Indianer gesäumt, die Schrecken und Panik verbreiten sollten.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 124 


»Die Missionare dachten natürlich gar nicht daran, die Conquista in Frage zu stellen ... Das blutige Geschäft war die Voraussetzung für ihre Mission. Verschwindende Ausnahmen ausgenommen, forderten die Missionare Gewalt.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 125 


»Da nahm er (ein Gouverneur) ein Knäblein, welches er seiner Mutter entriss, hieb ihm mit seinem Dolche von Armen und Beinen ein Stück nach dem anderen herunter und gab jedem Hunde sein Teil davon. Als sie nun diese Stücke aufgefressen hatten, warf er das Körperchen auf die Erde, damit sie es zusammen verzehrten.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 127 


Die Tempel der Indios wurden schnell durch Kirchen ersetzt. Allein in Mexiko 12.000. Sie zeugen von der Fähigkeit der Missionare, die Indianer ohne Lohn für sie arbeiten zu lassen. An all dieser Kirchenpracht kleben noch heute Tränen, Schweiß und Blut der Indios.
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 130/131 


Aus einer indianischen Chronik: »Die Menschen waren von Weisheit erfüllt. Sie kannten keine Sünde ... Sie waren voll von Frömmigkeit. Es gab keine Erkrankung der Knochen, kein Fieber, keine Syphilis, kein Brust- und kein Bauchleiden, keine Magersucht. Die Körper waren rank und schlank. All das änderte sich, als die weißen Männer kamen.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 135 


Von der gesamten indianischen Bevölkerung, die zur Zeit des Kolumbus den Erdteil bewohnte, fielen 90 % dem Völkermord zum Opfer.
»In besagten 12 Jahren und innerhalb der erwähnten 400 Meilen ... ermordeten die Spanier vier Millionen Menschen, die sie entweder mit Schwert oder Lanze niederstießen oder lebendig verbrannten, gleichviel, ob Mann oder Weib, jung oder alt.«
Quelle: Von Othegraven Friedhelm, Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986 S. 107/108




  Philippinen

1542 erfolgt mit der spanischen Besetzung der "Philippinen" eine weitere Entrechtung von Millionen Menschen unter der spanischen Führung von Ruy Lopéz de Villalobos.

Obwohl die spanischen Ansprüche auf die "Philippinen" von Portugal mit Berufung auf die Aufteilung der Welt durch den Vertrag von Tordesillas bestritten werden, gibt Lopez de Villalobos den Inseln den Namen "Islas Filipinas" nach dem spanischen Kronprinzen und späteren König Philipp II. Mindanao nennt er "Caesarea Caroli" zu Ehren von Karl V.




  Die Inquisition in Peru

Die Inquisition in Peru

von Michael Palomino


Die mühsame Mission in Indio-Gegenden ohne Verkehrswege bleibt ohne Manipulationserfolg.

Die Kirche sieht sich in der "Neuen Welt" mit "Teufeln und Dämonen der Indianer konfrontiert". Die Kirche überträgt die Hexenverfolgung in Europa pauschal auf das Kolonialgebiet und bezeichnet alles Andersartige als "Aberglauben", "Häretiker" und "Rebellion". Die "Reinheit des katholischen Glaubens" soll erhalten und der Glauben selbst weiterverbreitet werden.

Insgesamt hat die "christliche" Manipulation in den ersten 80 Jahren der Besetzung kaum Erfolge aufzuweisen (S.34). Bis Ende 16.Jh.s betreibt die spanische Krone die "christliche" Manipulation ohne grosses Interesse. Die örtlichen Priester verweigern z.T. die Manipulationsarbeit, indem sie es nicht für nötig halten, gegen den "Aberglauben" der Indios vorzugehen. Die spanischen Besatzer kümmern sich im 16. und 17. Jh. vor allem um den Erwerb rascher Reichtümer. So lange die Indios den Interessen der spanischen Besatzer nicht im Wege stehen, wird auch wenig gegen sie unternommen. Erst als die Indio-Kulte eine Abfallbewegung vom "christlichen" Glauben in Gang setzen, werden konkrete Massnahmen ergriffen, weil damit die spanische Besatzung an sich in Frage gestellt wird.

Gleichzeitig ist für die Indios der Einmarsch der spanischen Besatzer eine Strafe der eigenen Götter für eigene Verfehlungen. Die Indio-Heiler, die in den Widerstandsbewegungen die Anführer sind, appellieren jeweils, weiterhin den Indio-Göttern zu opfern, um sie zu besänftigen, und um den fremden und zerstörerischen Kirchengott aus dem Land zu jagen.

Die Inquisition in Peru dauert 250 Jahre. Jede Verbindung mit anderen Göttern als dem Kirchengott gilt als "Teufelspakt", die am Hexensabbat erneuert werden. Und jede Aktion aufgrund der Verbindungen mit anderen Göttern gilt für die Kirche als Schadenzauber.

Es werden dabei ausschliesslich "Kolonialhexer" und "Kolonialhexen" verfolgt, die von Spanien nach Peru eingewandert sind. Einheimische Heiler / Heilerinnen und "Hexer" / "Hexen" werden nicht direkt verfolgt, sondern nur indirekt, indem Handlungen von "Kolonialhexern" und "Kolonialhexen" verurteilt werden, die von Indio-Heilern stammen.

Insgesamt hat die Kirche grosse Probleme, ihren Machtanspruch über die Welt zu behaupten, weil sich herausstellt, dass der Kirchen-Gott nicht unbedingt der stärkste ist...

Peru wurde zweigeteilt in "spanische Dörfer" und in das von den Indios bewohnte Umland. 1574 wurde die "christliche" Kolonialbevölkerung auf 60'000 bis 70'000 Einwohner geschätzt.
Quelle: BONET 1982, S.83

Die Inquisitionsprozesse ab der Gründung des Tribunals ('Santo Oficio') ab 1570 sind mit Aufzeichnungen genauestens festgehalten, die heute noch in den Erzbischöflichen Archiven in Lima einsehbar sind. Insgesamt erlaubt es die prekäre Situation der Verkehrswege aber kaum, Leute aus entfernten Gegenden vor das Tribunal in Lima zu bringen. Es finden also im Vergleich zu Europa nicht viele Inquisitionsprozesse statt. Insgesamt werden 18 Todesstrafen wegen "Hexerei" ausgesprochen mit Vollzug auf der Plaza de Acho in Lima, von den Zeremonien der Autodafés getrennt.

Die Prozesse, die stattgefunden haben, sind deshalb besonders interessant, um zu sehen, wie die Indios die Situation gegen die "Christianisierung" gemeistert haben.

Nachdem 1570 das 'Santo Oficio' mit dem Amt des Generalinquisitors etabliert war, fanden bis 1806 insgesamt zwanzig öffentliche und neun private Ketzerverbrennungen statt. In deren Verlauf wurden 58 Angeklagte lebendig und neun 'im Bilde' verbrannt sowie 458 exkommuniziert.
Quelle: PALMA 1863

1572 wird der Aufstandsführer der "Tanzkrankheit"-Bewegung, Tupac Amaru, in Cusco hingerichtet.

1586 wird durch die Bulle "Caeli et terrae Creator" von Papst Sixtus V. die Zukunftsvorhersage verboten.

1619 kommt die "christliche", spanische Führung unter Vizekönig Francisco Borja zum Schluss, dass die Mission nur Erfolg mit Zwangserziehung der Häuptlingskinder und mit der Einrichtung von Gefängnissen für die einflussreichsten "Hexer und Dogmatiker der Indianer habe. 1619 wird unter Vizekönig Francisco Borja das Mandat der Inspektionsreisen den Jesuiten übergeben mit der Berechtigung, Zwangserziehung für Kinder und Gefängnisse für führende Indio-Persönlichkeiten einzurichten.

Schätzungsweise sind die Aufstandsbewegungen der Indios ein wichtiger Faktor für die "Inspektionsreisen". Das Heilerwesen und die Indio-Mythologie sollte vernichtet werden, um jeglichen Widerstand zu vernichten, der der Kirche gefährlich werden konnte. Auf den Inquisitionsreisen der Jesuiten auf dem Land werden Indio-Dörfer "besucht", die "Götzen" eingesammelt und verbrannt und ein Indio ausgepeitscht, gemäss ARRIAGA (1920, S.15ff.) unter dem Motto "Alles, was man verbrennen kann, verbrennt man, und den Rest zerhacke man."

Das Vorgehen ist sehr taktisch strukturiert. Die zentralen Personen eines Dorfes wie Häuptling und "Hexer" sollten zur gegenseitigen Denunziation gebracht werden. Im Fall der Weigerung der Einvernahme erfolgt öffentliche Bestrafung (S.35), im Fall der Verweigerung jeglicher "Kooperation" wird das Abschneiden ihrer Haarzöpfe, Verbannung und Amtsenthebung angedroht. Arriaga entwickelt Fragebögen mit Suggestivfragen, um die Häuptlinge und Heiler auszuforschen. Nach der Ausforschung wird eine Messe gelesen und dann jeder einzeln befragt.

Bei den Huacas werden dann Kreuze aufgestellt, an einem weiteren Tag wird eine Ausstellung ('exposicion') festgelegt, wo alle Kultgegenstände wie "entartete Kunst" abgegeben werden müssen und ausgestellt werden (S.36).

Gemäss ARRIAGA (1920, S.15ff) sind solche Kultgegenstände:
  • Federschmuck
  • kleinere, steinerne Tierfiguren ('conopas')
  • Maiskolben aus Stein ('mamazaras')
  • verehrte Mumien ('malquis')
  • Töpfe, Krüge, Gefässe, um Chicha zu brauen und zu trinken
  • Gefässe, um den Huacas zu opfern
  • Trompeten aus Kupfer, gelegentlich auch Silber
  • grosse Muscheln und andere Instrumente, mit denen zu den Festen gerufen wurde
  • viele schön gemachte Trommeln, denn alle Frauen hatten mindestens eine Trommel für die Tänze
  • viele gearbeitete Wiegen


Sodann wird ein Scheiterhaufen aufgeschichtet und die Kultgegenstände alle verbrannt. Es folgt eine grosse Messe, wo sich die Indios selbst des "Aberglaubens" bezichtigen sollen und sich selbst entmachten sollen. Es ist dabei empfohlen, die Namen der wichtigsten "Hexer" in einer Kirche öffentlich aufzuhängen, um Rückfälle zu vermeiden.

Es werden als "Aberglaube" ('supersticion') oder als "Götzendienerei" ('idiolatria') verboten:
  • heilerische Gebete
  • Wahrsagerei
  • Fasten
  • Beichten
  • Tänze
  • Musik
  • Feste

Der Jesuitenpater Arriaga stellt nach seinen "Inspektionsreisen" einen "Hexenhammer" gegen die Indios der Anden zusammen: "La extirpacion de la idolatria en el Peru" ("Die Ausrottung des Aberglaubens in Peru") (S.35, 265). Die Indio-Heiler werden darin verflucht (ARRIAGA 1920, S.112):

"Das Verbleiben dieser Alten in ihren Dörfern ist der grösste Schaden und die Hauptursache ihrer Irrtümer."



1630: Verfluchung von Sterndeutern und Astrologen

Am 15.5.1630 wird in Lima ein "Edikt von 1630 gegen die Sterndeuter und Astrologen" erlassen, um "Betrug" als Delikt festzusetzen. Das Edikt wird an allen Kirchentüren angeschlagen.

Insgesamt wird Wahrsagerei als Einmischung in die göttliche Vorsehung gewertet. Im Edikt von 1630 werden folgende Typen der Wahrsagerei verboten:
  • Nekromantik (Befragung von Toten)
  • Geomantik (Interpretation geologischer Phänomene)
  • Hydromantik (Wasserbeobachtung)
  • Oneiromantik (Traumdeuterei)
  • Chiromantik (Handlesekunst)


Auf das Edikt von 1630 folgt in Peru eine Denunziationswelle und Verhaftungswelle.
Am 1.4.1631 lässt Papst Urban VIII. in einer erneuten Bulle das Verbot der Sterndeuterei bestärken. Die Urteile der Inquisition wie auch wegen "Betrugs" werden jeweils vom zivilen Strafgericht ausgesprochen. Im Verlaufe der Zeit heftet die "christliche" Kirche aber auch den Heilern das Stigma des Betrugs an.

Der Höhepunkt der Inquisition in Peru

Die Inquisition in Peru erreicht ihren Höhepunkt in der zweiten Hälfte des 17. Jh.s. Von 1650 bis 1700
  • stehen 120 Männer vor dem Inquisitionstribunal, davon 11 "Hexer"
  • 64 Frauen, davon 49 "Hexen"

Quelle: MANARELLI 1983, S.142

Was das Heilwesen angeht, überwiegen bei den Verurteilungen in Lima die Frauen, wobei die Heilerinnen meistens auch wegen eines sexuell freizügigen Lebens ("skandalöses Leben") verleumdet werden. Mehr als eine Zugehörigkeit zur "Unterschicht" konnte man jedoch nicht nachweisen. Sie verdienen als Ledige oder Witwerin ihr Geld mit Heilen, bei 50% der Verurteilten als einziges Einkommen, bei Kenntnis der Heilpflanzen. Die "christliche" Kirche wirft ihnen jeweils einen "Teufelspakt" vor, den die Heilerinnen vehement ablehnen.

Die "christlichen" Männer fürchten die Heilerinnen generell und behaupten, die Heilerinnen könnten
  • Krankheiten verursachen 
  • Impotenz herbeiführen
  • die Frauen der "christlichen" Männer könnten mit "Liebestränken" versorgt werden
  • die Frauen der "christlichen" Männer könnten Liebhaber herbeigezaubert bekommen

Jeder angerufene Geist gilt bei der "christlichen" Kirche als "Dämon", und Hexerei wird mit der Anrufung eines solchen "Dämons" definiert. Als Anbetung eines "Dämons" gilt:
  • die animistische Naturverehrung [Geisterglaube oder Glaube an die Unsterblichkeit der Seele]
  • die Anbetung von Steinen, Muscheln, Berggipfeln
  • die Anbetung von Sonnen und Mond

Damit war für die "christliche" Kirche der Straftatbestand der "Hexerei", "Aberglauben" und "illegale Künste" erfüllt, wobei ein "Pakt mit dem Dämon" gegen die Kirche angenommen wurde.

In Peru wird nicht nur mit dem Scheiterhaufen agiert wie so oft in Europa, sondern die demütigenden Umzüge (Autodafés) bekommen eine Art Tradition, um die Heiler und Heilerinnen auszugrenzen und zu erniedrigen. Das Autodafé wird in einer Art Volksfest vollzogen, meistens aus Anlass der Ankunft eines neuen Vizekönigs, einer Geburt im Königshaus, oder der Heirat eines Infanten. Nach einer Militärparade folgt ein gemeinsames "Glaubensbekenntnis aller Anwesenden", und dann folgt die Vorführung "abschreckender Beispiele" von Angeklagten:
  • öffentliches Abschwören
  • Aufzug mit Kerzen
  • Aufzug mit dem San-Benito-Sackkleid
  • Auspeitschungen

bei "Hexerei"
  • Verbannung
  • halbnacktes Herumführen der Hexerinnen auf einem Maultier durch die Stadt

Das Abschwören besteht aus der Formel:

"Ich schwöre, dass alle, die sich gegen den heiligen katholischen Glauben wenden, der Verdammnis wert sind. Ich verspreche, mich nie mit ihnen zu verbünden, sondern sie zu verfolgen und mir bekannte Häresien aufzudecken ..."
Quelle: SANTOS GARCIA, 1953, S.101




Papst leugnet den Indianer-Holocaust


Papst Benedikt XVI. ist ein Mann des Alten Testaments, ein Gefolgsmann des Gesetzes des Moses. Es stört ihn nicht, daß Moses der spirituelle Gegenspielers Jesu Christi ist. Der Papst hofiert somit die "Widersacher des Gottesreiches" und verrät gleichzeitig den Erlöser.

Ratzinger hat sich nur allzu oft für das Gedenken an den "jüdischen Holocaust" stark gemacht. Er hat sogar die freien Geschichtsforscher für ihre unverbogene Arbeit verdammt. Gleichzeitig hält er die Archive verschlossen, die durch die Berichte der über 1200 Seelsorger von Auschwitz leicht darüber Aufschluß geben könnten, was wirklich in diesem Lager geschah.

Ratzinger entschuldigte sich in seiner Laufbahn des Öfteren im Namen des Christentums für den "Holocaust" an den Juden, als ob die Kirche unter Pius XII. die "Ausrottung der Juden" betrieben hätte. Es ist derselbe Ratzinger, seines Zeichens Oberhaupt der katholischen Kirche, der die jüdischen Massenmörder an mehr als 50 Millionen Christen im bolschewistischen Herrschaftsbereich alleine dafür belobigt, daß sie Juden waren. Es stört ihn nicht im geringsten, daß die jüdischen Mordkommissare in der ehemaligen Sowjetunion etwa 55 Millionen Christen abschlachten ließen, weil diese der Botschaft Jesu treu geblieben waren. Ein Papst, der auf das Martyrium der eigenen Glaubensgemeinde pfeift, aber die Mörder hofiert, kann nur von den "satanischen Versen" des Gesetzes Moses verblendet sein.

Am 13. Mai 2007 holte Ratzinger zu seinem übelsten Schlag gegen einen Großteil der Menschheit, gegen die Indianer Südamerikas aus. An diesem Tag predigte er in Brasilien und schwafelte davon, daß "die Missionare den christlichen Glauben den Urvölkern anboten." Weiter sagte Ratzinger: "Die Weisheit brachte die Urvölker glücklicherweise dazu, eine Synthese zwischen ihren Kulturen und dem christlichen Glauben zu bilden." (Welt, 23.5.2007, S. 15)

Natürlich war es die Weisheit der übrig gebliebenen Indianer, als sie vor die Wahl gestellt wurden, den christlichen Glauben anzunehmen oder geköpft zu werden, sich für die "Bekehrung" zu entscheiden. Wer das Angebot der Missionare nicht annehmen wollte, wurde bestialisch gefoltert und grausam getötet.

Die unbeschreibbaren Folterungen und das langsame Abschlachten der dem Christentum kritisch gegenüberstehenden Indianer nannte Ratzinger "die Liebe bis zur Vollendung". Mehr noch, diese Art Missionierung war gemäß Ratzinger niemals etwas Fremdes für die Ureinwohner, es sei niemals etwas Ungewolltes über die Ureinwohner gekommen: "Tatsächlich hat die Verkündigung Jesu und seines Evangeliums zu keiner Zeit eine Entfremdung der präkolumbischen Kulturen mit sich gebracht und war auch nicht die Auferlegung einer fremden Kultur." Den Zynismus auf die Spitze treibend, erklärte Ratzinger: "Echte Kulturen sind weder in sich selbst verschlossen, noch in einem bestimmten Augenblick der Geschichte erstarrt, sondern sie sind offen, mehr noch, sie suchen die Begegnung mit anderen Kulturen, hoffen, zur Universalität zu gelangen in der Begegnung und im Dialog mit anderen Lebensweisen und mit den Elementen, die zu einer neuen Synthese führen können, in der man die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten und ihrer konkreten kulturellen Verwirklichung respektiert." (Welt, 23.5.2007, S. 15)

Also, daß die Indianer sich dem Christentum zuwandten, um nicht den Kopf abgeschlagen zu bekommen, muß man nach Ratzingers Lesart als Ausdruck "echter Kultur" verstehen. Dem Tod durch Zwangsbekehrung zu entgehen ist dem Papst zufolge "Offenheit" bzw. die "Suche nach Begegnung mit anderen Kulturen".

Man stelle sich einmal vor, jemand würde sagen, die jüdischen Auschwitz-Insassen seien, weil sie als Juden von kultureller "Offenheit" geprägt waren, mit der Lagerverwaltung in "Begegenung" getreten in der "Hoffnung, so zur Universalität zu gelangen". Die Welt würde nach diesen Worten keine Ruhe mehr finden.

Tatsächlich ist es im Judentum so, daß die jüdischen Gesetze eine Abschottung gegenüber anderen Menschen und Völkern verlangen. An oberster Stelle steht das Vermischungsverbot. Juden dürfen sich nicht mit Nichtjuden vermischen. Es wird die Blutreinheit eingefordert. Blutsvermischung ist nach jüdischen Gesetz eine schwere Verfehlung. Nach Ratzingers Kategorisierung in Sachen Indianer, wäre das Judentum demnach das Gegenteil einer "echten Kultur". Aber dahingehend hat man von ihm noch nie etwas vernommen.

Die massive Beleidigung der Ureinwohner Südamerikas durch Ratzinger hat auf dem Kontinent für große Unruhe und beißenden Widerspruch gesorgt: "Nach dem Protest von Vertretern südamerikanischer Ureinwohner gegen Äußerungen von Papst Benedikt XVI. während dessen Brasilien-Reise Anfang Mai hat nun auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez von Papst Benedikt XVI. eine Entschuldigung für die Darstellung verlangt, die katholische Kirche habe die Indianer in Lateinamerika erlöst." (Welt, 23.5.2007, S. 15)

Auf die Zwangsreligion "Juden-Holocaust" anspielend, die Ratzinger immer wieder durchzupeitschen versucht, die aber von Chávez ablehnt wird, unterstrich Chávez, daß es sich beim "Indianer-Holocaust" um einen "wirklichen" Holocaust handele: "Mit allem gebotenen Respekt, Sie sollten sich entschuldigen, denn es gab hier wirklich einen Völkermord, und wenn wir das leugnen würden, würden wir unser tiefstes Selbst verleugnen." (Welt, 23.5.2007, S. 15)

Wer sich "Stellvertreter Gottes" nennt, sollte die Menschheit nicht in Klassen einteilen, wo das Leid der einen Sorte Mensch vom Papst verunglimpft wird, während für die andere Sorte Mensch die Welt in einem wahren Gedenkrausch mit universellem Abkassieren auf den Kopf gestellt wird. Derartiges kann nicht im Sinne des wahren Gottes sein - der Teufel hätte wohl seine Freude daran.



Diese Art Missionierung, so der Papst, "war zu keiner Zeit eine
Entfremdung der präkolumbischen Kulturen." "Echte Kulturen"
stehen dieser Art von "Begegnung" nicht nur "offen gegenüber",
sondern sehen dies als Weg zur "Universalität", meint der Papst.
Oh, aber bei der jüdischen "Holocaust"-Story legt Papst Benedikt
XVI. ganz andere Maßstäbe an. Da verlangt er sogar die Bestrafung
derjenigen, die Fragen zu Holocaust-Widersprüchen stellen.
Ratzinger würde lebenslangen Kerker für jene verlangen, die
behaupteten, "Auschwitz war zu keiner Zeit ein Entfremdung der
prähitlerischen Judenkultur"



http://globalfire.tv/nj/07de/religion/indianer_holocaust.htm




Papst Ratzinger lobte am 16. Mai 2007 die Christianisierung der Indianer


Papst Benedikt XVI. hat den Zorn einer Organisation lateinamerikanischer Ureinwohner auf sich gezogen. Bei der Eröffnung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz in Brasilien sagte er, den Ureinwohnern sei durch die Verkündung des Evangeliums keine fremde Kultur aufgezwungen worden. Die Indianer hätten die Christianisierung und den ihnen noch unbekannten Gott vielmehr "still herbeigesehnt".

Die Reaktion der Indianer: Der Papst sei "sehr arrogant".

http://www.welt.de/welt_print/article875712/Papst_lobt_Christianisierung_der_Indianer.html



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